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Presse

 

VAMPSTER zur CD "SAKSEN"

Die Sachsen SAXORIOR sind seit 1994 unterwegs und präsentieren mit "Saksen" ihr nunmehr siebtes Album. Wie immer ist das Quintett punkto Coverartwork kaum einschätzbar - "Saksen" ziert eine herb-schlichte Zeichnung in Brauntönen. Schiffe, Kämpfer mit Helmen - es ist klar, dass SAXORIOR sich auch dieses Mal nicht mit dem aktuellen Zeitgeschehen, sondern mit vergangener Historie beschäftigen werden.
In anständiger Produktion begibt sich das Quintett also in die Schlacht. Episch-heroische Gesänge und stampfende Passagen wechseln sich ab und SAXORIOR haben keine Eile, sondern geben ihrem Pagan Black Metal die Zeit, die er braucht. Der Titelsong präsentiert sich mit einer Länge von über neun Minuten, die SAXORIOR dann auch voll auskosten. So kommen dank der schlichten Keyboards Erinnerungen an FALKENBACH auf, während der Rhythmus eher an die "Dead Poem"-Ära von ROTTING CHRIST erinnert. 
Als große Veränderung zu den Vorgängeralben "Völkerschlacht" und meinem Favoriten "Never Ending Battles" setzen SAXORIOR auf "Saksen" ganz auf deutsche Texte, was ihrer Musik gut zu Gesicht steht und nicht nur den Mitgröhlfaktor von "Litus Saxonicum" merklich erhöht. Ein sächsischer Dialekteinschlag ist hierbei nicht zu erkennen - für all die Schelme, die sogleich daran gedacht haben...
Fazit: Wer auf getragenen, schnörkellosen epischen Black / Death Metal steht, der ist bei SAXORIOR an der richtigen Adresse. "Saksen" - starke Sachsenschlachtengesänge satt!

(Arlette Huguenin-Dumittan)  

klickt hier zum Interview mit Arlette

 

Evilrockshard.net zur CD "SAKSEN"

Unglaubliche sieben Jahre dauerte es bis unsere Heroen von Saxorior ihr nächstes Album veröffentlichen – heute ist es soweit und man hat sich inhaltlich weiter zurück begeben in der Geschichte. Von 1813, der Völkerschlacht, dem letzten Album der Jungs ins Frühmittelalter, zur Zeit Heinrich des Löwen, Karls des Großen, den Missions- und Expansionszügen des zuvor genannten Kaisers in die Zeit zu der er nur der König war.

Man hat sich musikalisch auch gewandelt, weniger Blastbeats viel stärker kommen nun die klassischen kompositorischen Züge des Paganmetals durch aber nicht auf Bombast zu verzichten. Nach einem stimmungsvollen Intro Namens ‚Hinreise‘  welches versehen ist mit einem Erzähler starten die Jungs gleich mit dem Titeltrack ‚Saksen‘, eine Aufarbeitung deren Geschichte geht es dann weiter zur Küste ‚Litus Saxonicum‘, darauf kommt dann der Blutgerichtstag zu Verden an der Aller in seiner vertonten Version ‚Verden‘. Ob dort wirklich 4000 Sachsen getötet wurden oder umgesiedelt ist eine Frage die Historiker heute noch beschäftigt, denn im lateinischen ist der Unterschied zwischen Umsiedeln und Töten lediglich der Tausch eines Buchstabens, wenn da mal ein Mönchlein sich nicht verschrieben hat? Über das Fällen der ‚Irminsul‘ als weitere Lauschprobe. Man kommt richtig bombastisch mit viel Groove aber weniger Blast als zuletzt.

Mein Tipp: Ein inhaltlich als auch musikalisch wunderbar geschlossenes Gesamtkonstrukt das richtig Spaß macht und die Nackenmuskeln bis zur Blockade treiben wird. Ein fettes Album im Stile Menhirs, Thrudvangars oder XIV Dark Centuries – Das Horn zum Gruße!!!

Bewertung: 10/10

Car Sten

 

Harte-Musik.de zur CD "SAKSEN"

Heute gibt es mal wieder Musik aus deutschen Landen und diesmal geht es in eine von vielen geliebte und von vielen abgelehnte Musikrichtung. Es geht nämlich um Epic Pagan Black Metal. Das bereits sechste Album der Band Saxorior gibt es nun und schon der Name verrät eigentlich worum es hier geht. Der Name Saksen gibt den Inhalt gut wieder, alle Songs drehen sich um die Sachsen.

Hinreise ist das Intro und wie es sich für ein Pagan Metal Album gehört ist der Beginn nach einigen Vogekstimme schön orchestral, während die Vocals eine Erzählung wiedergeben. Ein guter Beginn in das Konzeptalbum. Der folgende Song Saksen beginnt mit einschmeichelnder Melodie bevor es immer robuster und härter zur Sache geht und die Gitarrenbretter ausgepackt werden. Die Drums machen was Drums machen müssen, bringen das Lied voran und das Gleiche gilt für den Rest der Rhythmus Fraktion. Im Gesangbereich werden auch keine Gefangenen gemacht – hart, mit genug Brutalität und dennoch melodisch. Besonders gut dabei der Chorusgesang, den man schnell und gerne mitsingen kann.  

Mit Litus Saxonicum geht es in gewohnter Härte und gleichbleibend hoher Melodik bei den Jungs weiter. Die Stimme ist schön hart und trotzdem genauso wie man es im Pagan Metal mag, nämlich gut verständlich und auf den Punkt genau und irgendwie stell ich mir den Song live vor, wenn die Meute vor der Bühne die Faust in die Höhe strecken und Litus Saxonicum mitsingen. Einen Tick mehr Power hat dann das nachfolgende Iminsul, was vor allem an der Rhythmusfraktion liegt, die einen Takt vorgibt, bei dem man tatsächlich einfach mal mit muss. Dabei gefällt mir vor allem, dass die Stimme und die Instrumente im Gleichtakt marschieren, was dem Song einen Art Kriegsstimmung gibt.  

Das Blutbad von Verden ist noch immer umstritten, sowohl ob es stattgefunden hat als auch wenn ja, ob es wirklich die hohe Anzahl Opfer an Sachsen betraf. Der Song dazu ist mit das beste was ich im Pagan Metal die letzte Zeit hören durfte. Hier ist alles drin, etwas Ballade, etwas Härte, viel Melodik, viel Dramatik und ein sehr gut vorgetragene Story. Lief tatsächlich eine Stunde auf Dauerschleife im Auto. Feinste Arbeit!  

Mit dem vorrangegangen Lied hat Saxorior die Latte schon verdammt hoch gelegt, trotzdem wird es mit Sax keine Enttäuschung, sondern es wird ein ebenfalls gutes Lied abgefeuert. Zwar ist es recht gradlinig und sehr einfach gehalten, dabei aber mit viel Intensität und Emotion gespielt was die Vorhersehbarkeit doch extrem aufwiegt. Stellinga bleibt dann in einem ähnlichen Modus und mir gefallen vor allem die deftigen Gitarren und der etwas abgehackte Sound sehr gut.  

Den Abschluss macht dann das teils sehr ruhige, teils bombastisch und intensiv gespielte Rückkehr, welches dann auch den Bogen zum Eingangssong schlägt und ein mehr als würdiger Abschluss des Konzeptalbums ist.  

Fazit: Machen wir es einfach mal ganz kurz und knackig. Saxorior liefert ein gnadenlos gutes Album ab, das tatsächlich ein heller Stern im Epic Pagan Black Metal Mischmasch ist. Der Gedanke sich auf eine „Geschichte“ bzw. dem Volk der Sachsen zu beziehen ist schon einmal ein guter Gedanke, dann das alles in Deutsch zu singen der andere. Herausragend ist allerdings auf dem Album der Song Das Blutbad von Verden, welches selbst Leuten, die Pagan Metal eher distanziert gegenüber stehen, gefallen dürfte.  

Bewertung: 5/5 Punkte

 

Stormbringer.at zur CD "SAKSEN

SAXORIOR sind einfach nicht kleinzukriegen: Nachdem seit der "Völkerschlacht" aus dem Jahr 2008 einiges an Zeit vergangen ist, war mit der aus Pirna stammenden Formation eigentlich kaum noch zu rechnen. Ganze sieben Jahre später kehren die Sachsen mit neuem Gesamtkonzept zurück und gehen dabei auf "Saksen" endlich den Schritt, den sie schon viel früher hätten gehen sollen: Sie verfassen ihre Texte komplett in deutscher Sprache. Das wird ihnen vermutlich nicht die Reputation einbringen, die sie sich unlängst verdient haben, macht das nunmehr siebente Album der Diskografie zu einer weit runderen Sache als es noch die Vorgänger waren.

Imposant mit der rein instrumentalen "Hinreise" über satte Weiden und garstige Gewässer geschickt, wird dem Hörer im Titeltrack schnell mit stampfendem Riffwerk und einem dermaßen einprägsamen Refrain eingeheizt, dass man die Kriegerhorden nur allzu gut vor dem geistigen Auge voranmarschieren sieht. Dabei spielen SAXORIOR direkt zu Beginn mit neun Minuten ihre Stärke bei Longtracks aus und lassen das Stück zum Ende mit epischen Chören ausklingen. Gleiches gelingt dem ebenfalls ausschweifenden "Blutbad von Verden", das sich aber nicht auf einen starken Refrain sondern auf vielschichtiges Songwriting verlässt, welches wiederum einen einladenden Spannungsbogen aufzubauen weiß.

Dazwischen vergisst das sächsische Quintett glücklicherweise nicht, barbarische Schlachtenhymnen der Marke "Litus Saxonicum" und "Stellinga", oder weitaus keyboardlastigere, aber zu keiner Zeit dudelige Songs wie "Irminsul" oder auch "Sax" einzustreuen, um daraus ein verhältnismäßig abwechslungsreiches Epos zu formen. Dabei fällt wie schon auf den Vorgängern auf, dass SAXORIOR bei weitem keine Virtuosen an ihren Gerätschaften sind, aber wie kaum eine andere Band ein ungeheuer feines Gespür für stets spannende und eigenständige Strukturen bzw. Liedgüter haben, deren Geschichten sich weitestgehend nicht auf abgelatschten Pfaden bewegen.

Und so ist "Saksen" wohl das bisher beste SAXORIOR-Album, was man auch dem ausschließlich auf Deutsch beschränkten Spracheinsatz zu verdanken hat. Der gibt der Band und ihren Geschichten einen passend rohen Anstrich und sorgt insgesamt für ein stimmigeres, zusammenhängenderes Gesamtbild. Abgesehen davon und kleineren Längen schaffen es SAXORIOR aber auch, die gut 53 Minuten mitreißend zu gestalten. Unkonventionell bleiben die Burschen trotz allem, aber genau das macht den Reiz an ihren Kompositionen aus und hebt sie vom Einheitsbrei im Melodic-Black-Metal- bzw. Viking-Metal-Sektor ab.

Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Pascal Staub
(11.09.2015)

OSTSEE ZEITUNG zur CD "SAKSEN"

“Mit „Saksen“ setzen SAXORIOR ihren Vorfahren ein würdiges Denkmal: Die mit Abstand bisher beste CD der Band ist ein Quell einzigartiger Melodien, erhabener Hymnen und perfekt inszenierter Songs. Die durchweg deutschen Texte sind ein Glaubensbekenntnis, das streckenweise tief berührt.“ (Jens-Uwe Berndt)

 

LEGACY zur CD "SAKSEN"

“…wer auf episch-aufgemotzten Black-Death-Thrash – oder eben mehr als solides Pagan-Gemisch - steht, der ist hier richtig. Absolut heldenhaft.“

(Bruno Kaiser)

 

METALLIAN (F) zur CD "SAKSEN"

„Ein neuer massiver Heiden Akt von den deutschen Kriegern SAXORIOR. Zwanzig Jahre der epischen Überzeugung und des Krieges !“

(Florent Bécognée)

 

FFM-Rock vom 01.03.2009 zur CD "Völkerschlacht"

Asche auf mein Haupt, da haben die Dresdner schon ihr sechstes Album am Start und ich werde erst jetzt auf die Jungs aufmerksam,
 die mit "Völkerschlacht" ein historisches Thema auf ihrer CD verarbeiten. Diese Schlacht fand "1813" statt, was von den Mannen auch
als kriegerisches Intro gewählt wurde. Mit dem Titelstück kriegen wir eine gehörige Portion rohen Black Metal, der vor allem durch
Kai-Uwe Schneider's aggressiven Vocals geprägt ist. Aber neben dem rasenden Black Metal kriegen wir auch bombastische und mit Keys
von Frank Nietzsche hinterlegte Passagen geboten, die Pagan Anleihen haben und den Stücken auf der CD noch mehr Emotion verleihen.
So klingt "The Executioner" anfangs etwas hymnenhaft, was  aber im Laufe des Stückes ab und an mal in Brutalität übergeht, aber
den hymnischen Grundtenor beibehält. "Johann Siegmund of Liebenau" beginnt recht ruhig, geht dann voll und ganz ins Pagan Genre
über, bevor es dann auch in rasende Black Metal Gefielde übergeht, ein verdammt starker Songaufbau. Auch "Brave helpers in need"
ist perfekt inziniert und vor allem das doppelläufige und klassische Metal Solo gefällt mir ungemein. Mit dem akustischen Zwischenspieler
"A Special Event On The Market Place" wird es ein wenig ruhig, dafür baut sich "Sentenced To Death" dann langsam über melodischen
und bombastischen Metal wieder auf und besitzt auch genügend Härte, ohne dafür aufs Gaspedal drücken zu müssen. Das übernimmt
dann wieder "The Saviour", wo die Jungs zwischen phantastischem Geprügel und eingängigen Passagen hin und her pendeln und
auch akustische Passagen perfekt einflechten. Wären da nicht die aggressiven Vocals, man könnte bei "The Swedish Army" von
einer klassischen Metal Nummer sprechen und "The Last Battle Of A Great Warrior" ist ein wahrlich heldenhaftes Epos, das die normale
CD beendet. Auf der Digi Version gibt es noch die Kiss Coverversion von "Creatures Of The Night", die mir aber nicht vorliegt.
Ob Bonus oder nicht, SAXORIOR haben mich mit diesem Album in ihren Bann gezogen und dieses historische Thema wurde musikalisch in
einer super genialen Art verpackt, Leute, macht weiter so!!!!!!!!
 
 
Evil Rocks Hard von 2009 zur CD "Völkerschlacht"
 
Mit ihrem achten Studio Langeisen besingen die Dresdner Mannen zum einen die Völkerschlacht von Leipzig 1813, als der Niedergang der Grand Armee fortging, zu dem wird sich auch noch dem Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) gewidmet. Somit liegt inhaltlich eine Fortführung ihres War Metals im Pagan Black Metal Stil vor. Doch eines ist ganz massiv zu erhören: Bessere Arrangements, noch detaillierter, noch atmosphärischer und bessere Produktion im Vergleich zu den vorherigen Veröffentlichungen. An das Herz möchte ich euch vor allem den Song 'Völkerschlacht' legen, der einem Franzosen nicht so schmecken wird, obwohl es sich lediglich um die Vertonung einer Schlacht handelt mit der Verquickung der damaligen Stimmung gegenüber der napoleonischen Armee. Für diese Umsetzung gibt es eine ganz klare 1 mit Sternchen, setzen, Danke! Aber auch die anderen Songs weisen aus, dass sich die Herren mit der Geschichte durch aus gewissenhaft beschäftigt haben. Als Lauschtipps möchte ich euch noch 'The Swedish Army' oder auch 'Brave Helpers In Need' ans Herz legen.
Musikalisch bewegen sich die Herren wie erwähnt im Pagan Black Bereich, den sie nicht spielen, nein, dies wird zelebriert. Eingängig oder auch brachial nach vorne. Mal innovativ mal altbekannt. Mal filigran, mal robust. Das Wechselspiel der Spielweise, das ist das was diese Scheibe so unglaublich wuchtig rüberkommen lässt, gerade wenn man noch die Vocals dazu addiert.

Mein Tipp: Wuchtig und grandios, das sind Saxorior - Kommt und prüft und ihr werdet sehen welch Schlacht euch ereilen wird!

Hammer - Alle Daumen hoch!

Car Sten
 

Underground Empire von 2009 zur CD "Völkerschlacht"

Auch bei ihrer neuen Platte »Völkerschlacht« halten SAXORIOR ihrem australischen Labelpartner BATTLEGOD PRODUCTIONS die Treue. Dabei hat sich bei der Band in den vier Jahren seit der letzten Platte »Never Ending Battles« der Trend zu mehr Black Metal deutlich verstärkt. Meinereiner kommt zwar mit den riffig-thrashigen Momenten wie bei ›Brave Helpers In Need‹ klar, aber da SAXORIOR in all den Jahren auch ihre spielerische Kompetenz weiterentwickelt haben, schaffen sie es auch, daß die extremeren Songs nie ins Chaos ausufern. Ergo: Extrem-Metal-Fans dürfen gern mal ein Ohr riskieren!

 

Metallhammer im Februar 2005 zur CD "Never Ending Battles"

Über das sechste Werk der deutschen Saxorior, Never Ending Battles kann man eins ganz gewiss sagen:
Hier gibt’s was auf die Ohren!
Leider ist mir die Band Saxorior erst jetzt mit diesem Output zu Ohren gekommen und ich muß sagen, sie enttäuschen mich nicht, im Gegenteil!
Was hier geboten wird ist schöner Pagan/Black-Metal mit vielen Root-Elementen, der mich streckenweise an Bands wie Bal-Sagoth und alte Satyricon erinnert, jedoch auch ein großes Stück Eigenständigkeit beweist. Dazu nehme man einen gehörigen Teil alter deutscher Thrash-Schule. Auch das Symphonische haben die Jungs nicht vergessen was dem ganzen Werk ein Battle-Outfit verleiht.
Der Name passt wirklich auf diesen Output.
Geboten werden euch knapp 52 Minuten in zehn Tracks, inklusive dem geilen Bonus “For Those About To Rock” mit Gastsänger der Band Baltak, verpackt.
Und was das geilste ist: Die Jungs haben Bock auf das was sie machen. Das hört und spürt man!
Alles in allem ein ehrliches Werk voller dunkler Schönheit! Absolut hörenswert!
Tester: Elysium
Punkte:

 

www.schwermetall.ch im Mai 2005 zur CD "Never Ending Battles"

Idyllisches Vogelgezwitscher verkündet die unheilvolle Ankunft der Sachsen. Ihr Streitwagen ist bestückt mit fünf Mann, die durch inbrünstige Schreie und druckvolle Axtraffeleien ihre Gegner zu beeindrucken suchen. Mit hymnischen Melodien versuchen sie die Gunst der Götter zu erlangen. So ziehen sie voran, Walhalla stets so nah wie des Feindes Klinge.
Sofern Saxorior tatsächlich eine Kombination aus Saxon für die Sachsen und superior für überlegen ist, wie mir kurz durch den Kopf ging, dann haben sich die fünf Krieger ein nicht unpassendes Omen geschaffen. Ihre Klänge sind tatsächlich denen vieler Untergrundgenossen überlegen. Die Kombination aus schwarzmetallischem Geschrei, schroffen Gitarren und melodieschwangeren Tastenklängen, kann sich hören lassen! Nur gelegentlich entschwindet dem Tastenbarden das Gefühl für dezente Melodien und er bringt zuviel Unruhe, was wiederum den Streitwagen bremst. Dies ist insbesondere darum schade, weil schon die Gitarrenlinien in alter Heavy Metal Tradition melodieträchtige Soli vorbringen oder akustische Klänge für genügend Kontraste Sorgen. Allerdings könne ich mir Saxiorior ganz ohne Tastenklänge desgleichen nicht vorstellen.
Leider schwappt die zweifellos vorhandene Eigenständigkeit bisweilen auch in etwas Gleichförmigkeit über. Da durch Bombast, Melodie und Atmosphäre diese Stellen merklich in Grenzen gehalten werden, scheue ich mich nicht für "Never Ending Battles" eine Empfehlung auszusprechen.
Autor: Morgenstern    Punkte: 9/13
 

 

www.interregnummusik.de im April 2005 zur CD "Never Ending Battles"

Wenn es um deutsche Bands geht, die noch immer zu unrecht völlig unterbewertet werden, kommt sicherlich recht bald auch die Sprache auf SAXORIOR. Wie kaum eine andere Band verstehen es die Musiker um Kai-Uwe Schneider und Matthias Eschrich, Bathory-artigen Stampfrhythmus, Midtempo-Groove und erhabene Melodien mit passenden Keyboardsounds und thrashigen Riffs zu kombinieren. Gewürzt wird diese Mischung mit kontrollierten Blastausbrüchen, die nie zum Selbstzweck verkommen. War Ihr Vorgängerwerk "Portent Of Eternity" schon ein Knaller, so hat sich zu "Never Ending Battles" mehr Eingängigkeit in die Songs geschlichen. Egal, ob das Intro "Disaster Is Coming", die mit einer melancholischen Gitarrenmelodie unterlegte Groovegranate "Blade Of Revenge", der aggressive Headbanger "Pain", der Hit "Never Ending War" oder das Epos "Dem Meister" - der Fuß und der Kopf wippt bzw. nickt immer mit. SAXORIOR spielen Pagan Metal, der Vollendung bereits sehr nahe.

9 von 10   Thomas

 

Heavy-Metal.de zur CD "Never Ending Battles" im Februar 2005

Musikalischer 30-jähriger Krieg?

Wagner als Inspiration einer Death Metal Band

Never Ending Battles

SAXORIOR

Mit ihrem mittlerweile vierten Album, neben einer Mini-CD, einem Vinyl-Album und dem allerersten Demo-Tape, setzen Saxorion ihren Weg konsequent fort und erzählen Geschichten, die in Sachsen zur Zeit des dreißigjährigen Krieges spielen. Schon seit seiner Gründung im Jahr 1994 spielen Saxorior einen eigenwilligen, aber durchaus interessanten Bastard aus Death und Black Metal mit Texten, die sich überwiegend mit historischen Themen oder aber mit Opern und anderen Arbeiten Richard Wagners beschäftigen. So handelte der Vorgänger, sprich das dritte Album der Band mit Titel „Saxot“ überwiegend von der Epoche der Christianisierung Sachsens. Hierbei spielen vor allem Wittekind und sein Gegenspieler Karl der Große die Hauptrollen. Außerdem verarbeitete man die Ouvertüre von Richard Wagners „Siegfried“ auf diesem Album.
Nun also steht der 30-jährige Krieg in Sachsen im Mittelpunkt des  Geschehens. Zusätzlich hat die Band dem oben erwähnten Richard Wagner einen Song gewidmet und ihn mit einigen Themen seines musikalischen Schaffens aufgewertet: „Dem Meister“. Hierbei ist besonders interessant, dass Saxorior (was sich übrigens aus den beiden Worten Saxon und Warrior zusammensetzt) es schaffen, den Text auf deutsch zu spielen ohne dabei in allzu gängige Klischees abzurutschen.
Auch sonst bewegt sich die Band in ihrem Gebiet sehr sicher und qualitativ erstklassig. Die Gitarren liefern sich wütende Duelle, während Bass und Drums den Rhythmus vorantreiben. Unterlegt wird das Ganze von einem Klangteppich eines Keyboards, das sich zu keinem Zeitpunkt in den Vordergrund zu drängen versucht. Das Shouting bewegt sich irgendwo zwischen Black Metal-typischem Gekeife und schwedischem Death Metal Shouting. Streckenweise erinnert mich die Stimme sogar an Carcass.
Musikalisch wird das Album dadurch abwechslungsreicher, in dem Saxorior neben dem typischen Death Metal Geholze auf fast schon mittelalterliche Klänge setzen, die zwischendurch immer wieder Akzente setzen können und das Album spielerisch aufwerten. Hier sei besonders das Instrumental „The Old Spruce In The Wolfsschlucht“ erwähnt.
Fast alle 10 Tracks sind im Up-Tempo Bereich angesiedelt, werden aber durch die bereits angesprochene Variabilität im Klangbild zu keinem Zeitpunkt langweilig oder vorhersehbar.
Und das, obwohl die letzten beiden Tracks des Albums „Never Ending Battle“ dem Namen desselbigen fast alle Ehre machen und eine gemeinsame Spielzeit von über 18 Minuten aufweisen können. Als Sahnekrone haben die fünf „Sachsenkrieger“ ihre Cover-Version von AC/DC’s „For Those About To Rock“ als Bonustrack noch auf das Album gepresst, auf dem ihr Label-Kollege Gorgoroth von Baltak seine Stimmbänder quält.
„Neverending Battle“ ist ein rundum gelungenes Death and Black Metal Album geworden, das sowohl Fans dieser beiden Musikrichtungen, als auch des Pagan-, bzw. Viking-Metals überzeugen sollte. Und auch Freunde der alten Schwedentod-Schule können gefahrlos ein Ohr riskieren. Es lohnt sich.
 Punkte: 9/10

Autor: Martin
Datum: 09.02.2005

 

www.eternitymagazin.de zur CD "Never Ending Battles" im Mai 2005


Never Ending Battles
Battlegod Productions  Rating:3/6
Black Metal mit teilweise deutschen Texten? Auf dem Cover eine mittelalterliche Schlachtszene? Oh Nein, das wird sicher schlimm!! Da Vorurteile sich aber glücklicherweise nicht immer bestätigen, bekam "Never Ending Battles" eine faire Chance und landete nicht direkt im Sondermüll. Wäre auch verdammt schade um diesen Silberling gewesen, denn das Gebotene ist gut, streckenweise sogar sehr gut. Erstens: Die Musik knallt richtig gut und wirkt zu keiner Sekunde dilettantisch. Handwerklich und songschreiberisch ist alles im grünen Bereich. Zwotens: Das hier ist nicht der zigtausendste Aufguß altbekannter (und verhasster) Billig-Black Metal-Formeln. Drittens: Der Sound ist recht gut und nervt im Gegensatz zu den allermeisten Veröffentlichungen dieser Sparte nicht. Besonders der Klampfensound ist schön fett und lässt viele Black Metal-Sägen echt alt aussehen. Viertens: Die Band verzichtet auf ein albernes Bösewicht-Image und müllt ihr Booklet nicht mit saudummen Sprüchen Marke "Wir sind Hei
den und zerstören das Christentum" voll. Nee, hier ist alles in bester Ordnung, würd' ich mal sagen. Zu hören gibt's deftigen Black Metal, der mit Thrash und Death Metal angereichert wurde. Die massiv eingesetzten Keyboards klingen richtig gut und helfen den Songs, statt sie zu zerstören. An manchen Stellen wäre weniger zwar mehr gewesen, aber das ist sicher Geschmackssache. Hin und wieder gibt's kurze, vom klassischen Heavy Metal inspirierte Gitarrensoli, was ich natürlich mit Pluspunkten belohnen muß. Als Vergleich könnte man die frühe Vikingerzeit von  Bathory (in erster Linie "Blood, Fire, Death") oder die Werke von Falkenbach heranziehen. Höhepunkt der Scheibe ist das tolle, sehr emotionale "Father", welches durch ein arschcooles 80er-Jahre HardRock-Solo gekrönt wird. Zum Abschluß gibt es noch eine Neuaufnahme des Klassikers "For Those About To Rock". Dieses AC/DC-Cover, auf dem Gorgoroth von Baltak seine Stimmbänder malträtiert, ist zwar ganz nett, aber sicher nicht lebenswichtig.          
Insgesamt gesehen könnte man die Songs noch ein wenig eingängiger gestalten und die cleanen Vocals sind auch nicht so mein Ding, aber ansonsten gibt's kaum was zu meckern. Den Namen SAXORIOR solltet ihr euch merken!!
(Ach, übrigens, das eingangs erwähnte Coverbild stammt aus dem Jahre 1562. Das ist mal RICHTIG Old School, was?)
 

 

Metal1.info zur CD "Never Ending Battles" im März 2005

Vögel zwitschern. Es ist ruhig, eine scheinbar ungestörte Landschaft wird nur durch ein paar kleine Vögel besungen. Aus der Ferne ertönt plötzlich leise ein Signalhorn und lässt die Vögel verstummen. Es stößt mehrere male den selben Laut aus, kommt dabei immer näher und wird nach kurzer Zeit von lautem Getrampel und kriegerischem Geschrei begleitet. So beginnt „Never Ending Battles“, das bereits fünfte Album von SAXORIOR aus – klar – Sachsen. Getreu ihrer Herkunft geht es in den Texten auch viel um die sächsische Geschichte, Sagen und Mythen.
Mit dem Übergang vom Intro zum ersten Lied „Never Ending War“ wird dem schlachtenfreudigem Kämpfer gleich ein Riff vorgesetzt, der nicht nur sofort in alle Glieder fährt, sondern auch epische Züge zeigt, die man sonst von Bands wie Bathory oder Moonsorrow zu hören bekommt. Die Atmosphäre von mittelalterlichen und martialischen Schlachtfeldern voll stämmiger Nordmänner und heftigen Kampfszenen muss sich hier gar nicht erst aufbauen, es scheint vom ersten Ton an da zu sein, als würde dieses Gefühl schon seit langem durch den Raum schweben und mit Einlegen dieser Scheibe erst entfesselt zu werden. Gesanglich legen die beiden Sänger und gleichzeitig auch Gitarristen Kai-Uwe und Matthias ein Spektrum von Krächzen bis Grölen über die Musik, die Stimmen der zwei passen hervorragend zur Instrumentalfraktion.
Das etwas gehobene Tempo wird die ganze Zeit über recht konstant gehalten, in doomige Moonsorrow-Gefilde driftet man hier eigentlich auch nie ab. Es geht immer ziemlich treibend zur Sache, wie es sich für eine akustische Schlacht aber auch gehören sollte. Die immer wieder eingestreuten schnellen Double-Bass-Passagen wirken auch nicht aufgesetzt, sondern passen sich gut in die Musik ein und sorgen immer mal wieder für wunderbare Kopfschüttelstimmung.
„Blade Of Revenge“ würde ich fast schon alleine wegen seines Anfangs mit den mächtig dahingaloppierenden und alles niederreitenden Riffs, die immer wieder in etwas anderem Gewand wiederkehren, als meinen Favoriten des Albums bezeichnen, aber das Stück ist durchgehend ein echtes Highlight, dass mit ein paar Breaks Spannung aufbaut und eine geniale Hauptmelodie dabei hat.
Das einzige Stück mit deutschem Text, „Dem Meister“, beginnt sehr symphonisch, passend also zum Thema des Liedes, hier geht es nämlich um Richard Wagner. Ein kleines Meisterwerk hat man hier geschaffen, dass herrlich abwechslungsreich ist und in das einige Wagner-Kompositionen eingewebt worden sind, als wäre es das natürlichste auf der Welt, dass diese Klänge zusammengehören. Fast zehn Minuten dauert der reguläre Abschlußtrack hier, der wohl der absolute Höhepunkt der CD ist, einfach grandios. Einzig störend empfinde ich auf dieser CD den Bonustrack, das ACDC-Cover „For Those About To Rock“, welches völlig aus dem Rahmen fällt, ausserdem sagt mir die gesangliche Darbietung von Baltak-Sänger Gorgoroth hier nicht zu. Das schmälert den Gesamteindruck des Silberlings aber nicht...
Hier wird konstant ein hohes Level gehalten, kann aber leider keine Vergleiche zu den Vorgängern anstellen. Wer dem melodischen und epischen Pagan Metal wie von erwähnten Bands – oder etwa auch Thyrfing und Einherjer - zugeneigt ist, der sollte hier schnellstmöglich ein Ohr riskieren. Da hier auch die Produktion sehr druckvoll und einfach gut geworden ist, bleibt die Musik rau und kantig, wie das wohl gewollt ist, wodurch alles gleich noch ein Stückchen mehr Spaß macht.
 
Bewertung: 8
Redakteur: Stefan

 

METALGLORY zur CD "Never Ending Battles" vom 10.12.2004

Nun landete sie in meinem Briefkasten. Die „Never ending battles“ von SAXORIOR! Das alleine war schon eine große Freude meinerseits und da wußte ich noch nicht einmal, was mich erwartet...
Während des Intros befindet man sich in einer idyllischen Landschaft, in der die Vögel, wohl in grausiger Vorahnung des nahenden Unheils, aufgeregt durcheinander zwitschern. Und dann ertönen auch schon die Schlachtenhörner und das Getrampel unzähliger Hufe...noch ein wenig „Vorgeplänkel“ und los:
Im Opener „Never ending war“ vertonen die SachsenKrieger hier einen kleinen Ausschnitt Heimatgeschichte Anno 1639. Das geschieht ganz in altbewehrtem SAXORIOR eigenen Stil: Schnell, hart und heiser! Der Rhythmus rast unaufhaltsam, wird mal zum melodisch stampfenden Dreivierteltakt, nur um doch bald wieder weiter zu preschen...
Eben unverkennbar SAXORIOR! Das Tempo wird auf der gesamten CD gehalten. Und dennoch gab es selten auf einer CD so viel zu entdecken. Im vierten Lied „Reasons of War“ wird durch einen Akustikausklang das tragisch, dramatische des Besungenen noch verstärkt und gleichzeitig als Übergang zu dem Akustikstück „The old spruce in the Wolfsschlucht“ genutzt. Nach dieser kurzen und schmerzlosen Ruhepause geht es mit „Blade of revenge“ auch schon wieder flott weiter.
Die beiden folgenden Lieder scheinen, wenn auch nicht beabsichtigt, zusammen zu gehören. Zumindest ertönen in beiden Keyboardglockenklänge theatralisch eingesetzt und es ist sicher auch kein Zufall das „Pain“ vor der Danksagung „Father“ angesetzt wird. In eben jenem wirklich aufrichtig ehrlichen Lied, verarbeitet Gitarrist Matthias Eschrich den Tod seines Vaters ohne dabei irgendwie ins musikalisch schnulzige abzurutschen.
Und auch der vorletzte Song „Dem Meister“ ist eine Hommage an einen ganz besonderen Künstler, welcher spätestens nach diesem Lied ein großer Fan und Freund der Band werden würde. Wirklich unglaublich interpretieren SAXORIOR hier mal wieder, mit raffiniert eingebauten, vom Meister selbst erschaffenen Kompositionen, niemand anderen als Richard Wagner. Herrlich! Das freut mich natürlich besonders. Ich will gar nicht weiter darauf eingehen, weil sich das bitte JEDER mal anhören sollte! Und weil es so schön war, wird gleich weiter gemach und so bildet ein ACDC Cover einen wirklich unschlagbaren Ausklang. Für ACDC konnte ich mich noch nie so begeistern. Erst recht nicht für „For those about to rock“. Aber ich liebe es, wenn SAXORIOR es spielen und BALTAKs Gorgoroth es singt! Das ist ja wohl der Wahnsinn! Auch dafür gibt es noch einen super fetten Bonus(track)punkt!
Und weil ich gerade meine „Bonuspunktspendierhosen“ anhabe, geht es mit der Punktvergabe gleich munter weiter. Denn als Coverartwork wurde der „Der Selbstmord Sauls“, 1562 (Wien, Kunsthistorisches Museum), von Pieter Bruegel, d. Ä. verwendet! (Überhaupt sollte jede Band, im Gedenken, wenigstens ein mal ein Gemälde eines alten Meisters verwenden..)
Dieses Gemälde stellt eines seiner späten Werke dar und ist in Bruegel´scher Manier voll verstecktem Symbolgehalt. Wie in allen seinen Werken ist die eigentliche Handlung hier scheinbar unauffällig in den Hintergrund gerückt und findet lediglich im linken unteren Bildrand statt und wird in eine, von der Historie abweichende Landschaft projiziert. Äh, ja...interessant; mehr dazu auf Anfrage.
Abschließend möchte ich noch loswerden, dass die wirklich sympathischen Herren auch live sehr zu begeistern wissen und zu einem weiteren absolut gelungenen 1, 2, 3,...8-Punkte-Werk gratulieren!
8.0 Punkte von Steffi (am 10.12.2004)

 

Rock Hard zur CD "Never Ending Battles" vom November 2004

Das nenne ich aber mal eine dicke Überraschung:  Bislang konnte ich den Ergüssen meiner sächsischen Landsleute von SAXORIOR wenig bis gar nichts abgewinnen, aber mit ihrem aktuellen Album treffen die Kerle voll ins Schwarze. Wie kommt´s? Ganz einfach: „Never Ending Battles“ ist vertonte Liebe. Und zwar die Liebe der Band zu ihren Roots - zu Bathorys „Hammerheart“ und Pagan-Metal im Allgemeinen, zum Schwarzmetall der alten Undergound-Schule, zum Teutonen-Thrash der Achtziger und schlussendlich zu großen schwermetallischen Gefühlen mit jeder Menge düsterem Pathos. Auch wenn es SAXORIOR bereits seit einer Dekade gibt: Irgendwie erinnert mich die unbekümmerte Intensität der Truppe an die ganz frühe Reiter-Phase. Sprich: Hier sprüht Enthusiasmus hoch zehn und macht spielerische Limitiertheit locker wett.
Checkt mal die Oberkracher ´Expiation´, ´Reasons Of War´ oder das unglaublich coole Cover von AC/DCs ´For Those About To Rock´ (mit Labelboss und Baltak-Kopf Gorgoroth als Gastkreischer) an; es könnte auch für euch Liebe werden.
Wolf-Rüdiger Mühlmann 8

 

Legacy zur CD "Never Ending Battles" vom August 2004 Heft Nr.32

Weil der Prophet im eigenen Lande ja bekanntermaßen selten etwas gilt, erscheint das neue Album dieser ´94 gegründeten sächsischen Vollblutmetaller nun bei einem australischen Undergroundlabel. Und es scheint, als hätten SAXORIOR – steht zusammenfassend für Saxon Warrior – exakt zu ihrem zehnjährigen Jubiläum des Bestehens mit „Never Ending Battles" endlich den ganz großen Wurf gelandet. Denn dieses vierte Album der Ostdeutschen bietet allerbesten epischen Melodic Pagan Black Metal in der feinen Tradition von Falkenbach, Thyrfing, Mayhemic Truth und Bathory während der „Hammerheart"-Zeit sowie „Celts", dem aktuellen dritten Langspieler von Morrigan. Mit melodisch prägnanten, herrlich hymnischen und packenden Kompositionen, die vor edlem Heldentum, forschem Kämpfergeist und altertümlichem Mannesmut nur so strotzen, gehen SAXORIOR künstlerisch aufs Ganze und überraschen mit einem wahren Killer-Release. Dermaßen authentisch wirkende mittelalterliche Grundstimmung hört man auf Scheiben aus diesem Genre auch nicht alle Tage, obwohl sich so einige Bands auf der ganzen Welt dafür immer wieder nach Kräften abmühen – und hier hören sich die monumentalen Arrangements samt erhaben erschallenden Chören nicht nach elektronischem Ursprung, sondern beeindruckend wirklichkeitsnah an. Zeit zum Ausruhen in der prächtig tosenden Klangschlacht bieten dazwischen geschobene Spielmomente mit Hörnern und dezenten Akustikgitarren, sogar einige sanfte Flötentöne werden hin und wieder geblasen. Dass die fünfköpfige Ostmeute ein ausgeprägtes Faible für das Altertum hat, verdeutlicht auch das stil- und geschmackvolle Frontcover-Artwork, ein aus dem Jahr 1562 stammendes Gemälde des berühmten flämischen Malers Pieter Bruegel. Bestätigend wirkt da noch der Track „Dem Meister", einer kollosalen Hommage an Klassik-Altmeister Richard Wagner. Der Song ist einer meiner Favoriten auf „Never Ending Battles", diesem wunderbaren Album. Ach, ich könnte mich hier seitenlang über diese CD austoben. Also alles drin, alles dran: Ob peitschend aufbrausend, in getragenen mittleren Tempi oder gemächlich herrisch stampfend, „Never Ending Battles" überzeugt von vorne bis hinten – einzig abgesehen vom AC/DC-Cover „For Those About To Rock", welches ich auf einem kriegerischen Silberdeckel wie diesem doch etwas deplatziert halte.

(ME)  14 von 15 Punkten

 

vampster.com zur CD "Never Ending Battles" am 30.12.2004

SAXORIOR wurde bereits im Januar 1994 gegründet. Doch auch zehn Jahre später lassen es die Sachsenkrieger auf "Never Ending Battles" tüchtig krachen. Der Opener "Disaster Is Coming" beschwört die "... magni blandinn ok megintiri"-Zeiten von FALKENBACH herauf (unter anderem im kurzen Intermezzo "The Old Spruce In The Wolfsschlucht") und auch im weiteren Verlauf ihres neuesten Werkes bieten SAXORIOR heldenhaften Pagan Metal mit Black und Melodic Death-Einsprengseln. Die Produktion ist solide, wenn auch manchmal sehr dynamisch bezüglich der verschiedenen Lautstärken. So wird man denn nach dem zarten Vogelgezwitscher im Opener mit dem Einsetzen des "Metals" beinahe erschlagen.
Bezeichnend für den Sound ist die klare Übermacht von Keyboard- und Gitarrenfraktion. Trotz fehlender Soundspielereien und wohl bekannter Klangeinstellungen kommt keine Langeweile auf, da SAXORIOR zu jeder Zeit mit viel Gefühl und in treibender Art und Weise musizieren. Seien es Bläserklänge und Pathos à la Glory and Perdition von SEAR BLISS, Bombast im Sinne der neueren BATHORY-Werke oder überschwengliches Heldentum im Sinne von DOOMSWORD - auf dem neuen Output der Sachsen ist alles in Fülle vorhanden. Die Vocals sind meist auf der aggressiven, heiseren Schreistufe gehalten, einige cleane Parts (etwa in "Dem Meister" - ohne Sächsisch-Akzent) sind ebenfalls vorhanden und werden wie ein edles Gewürz sachte dosiert. Anspieltipps zu geben fällt angesichts der stets überzeugenden Eigenkompositionen schwer, das hymnische und mit einigen gelungenen, wunderschön melodiösen Gitarrenläufen überzeugende "Father" dürfte aber sicherlich einen guten Einblick in das Schaffen von SAXORIOR geben. "Dem Meister" widmet sich schliesslich in mitreissender Art und Weise dem Komponisten Richard Wagner und wartet mit einigen klassisch angehauchten Versatzstücken auf.
Der Eigenkompositionsbereich von "Never Ending Battles" bietet somit mehr als genügend deftige Pagan Metal-Kost. Einziger Schwachpunkt dieses Werkes ist die AC/DC-Coverversion von "For Those About To Rock". An den Vocals schreit BALTAKs Gorgoroth, zwar erträglicher als auf seinem eigenen neuesten Werk Macedonian War, doch wie bei SIX FEET UNDER (die sich ja leider auch schon an AC/DC vergriffen haben) fragt man sich: Warum muss das sein?
Zuletzt bleibt aber der positive Eindruck, den man von den eigenen Kompositionen von SAXORIOR gewonnen hat. Diese überzeugen auf der ganzen Linie und versprühen soviel Gefühl, dass man sich ihnen kaum entziehen kann.

Arlette Huguenin  am 30.12.2004

 

Metalius am 18.12.2004 zur CD "Never Ending Battles"  9,5 von 10 Punkten

Wie man am Titel des Albums unschwer erkennt, kann es sich hierbei eigentlich nur um Pagan Metal handeln. So vorhersehbar ist aber zum Glück sonst nichts auf dieser Scheibe. Im Gegensatz zu vielen Trittbrettfahrern der großen Namen folgen SAXORIOR tatsächlich ihrer eigenen Linie. Was schon mit dem Cover beginnt, zieht sich wie ein roter Faden bis zur Rückseite der Hülle. Wenn man außer Acht lässt, dass die Scheibe einer deutschen Band über ein australisches Label releast wird, fällt die erste Besonderheit schon beim Anblick des Covers auf. Hier wurde „Der Selbstmord Sauls“ (1562, Pieter Bruegel) verwendet. Die genaue Bedeutung dieses Werkes entzieht sich aber leider meiner fehlenden Kunstkenntnis. Dem in diesem Genre typischen Intro mit Schlachtgeräuschen folgen in jedem Stück absolut eigenständige Songs, die es trotz mehrmaligen Hörens neu zu entdecken gilt. Von cleanen Passagen bis hin zu harten und schnellen Rhythmen ist alles dabei. Die Vocals glänzen clean wie auch hart und heiser. Selbst vor grandios eingesetzten Keyboardpassagen und Glockenklängen wird nicht halt gemacht. Hier gibt es bei jedem Durchlauf wieder etwas Neues zu entdecken. Diese geniale Umsetzung ihrer Stücke ist aber noch lange nicht alles. Wer tiefsinnige Texte, sowie Epik und Gefühle schon lange bei vielen Alben vermisst, wird hier auf jeden Fall auf seine Kosten kommen. Zum einen wäre da der achtminütige Song „Father“, in dem Gitarrist Matthias den Tod seines Vaters verarbeitet. Der Vorgänger „Pain“ leitete dieses Stück hervorragend ein, so dass die Jungs selbst bei der Wahl der Reihenfolge der Stücke nichts dem Zufall überlassen haben. Der folgende Song „Der Meister“ setzt sogar noch einen obendrauf. Ganze zehn Minuten wird hier ein Lied an niemand geringeren als Richard Wagner gewidmet. Dazu gehört nicht nur der Text, sondern es wurden auch einige seiner Kompositionen im Stück verarbeitet, auf die der Meister persönlich Stolz wäre. Fotographien seiner Statuen dürfen da natürlich nicht im Booklet fehlen. Und als ob sie sich damit längst noch nicht zufrieden geben könnten, kommt als Bonus noch eine Coverversion von AC/DC’s „For Those About To Rock“ zum Tragen. Selbstverständlich gibt es hier wieder eine Überraschung, denn als Sänger stellte sich hier Gorgoroth, der Sänger BALTAK’s, zur Verfügung. Ein Album, das von vorne bis hinten durchdacht und sehr tiefsinnig ist. Hier wurde wirklich nichts dem Zufall überlassen. In diesem Sinne gibt es eine glasklare Kaufempfehlung meinerseits, denn diese Scheibe MUSS man einfach gehört haben. Alle Daumen und Füße hoch für dieses Meisterstück.

Achim Hentschel   9,5 von 10 Punkten

 

www.metal-inside.de zur CD "Never Ending Battles" vom November 2004

Die erfahrenen Metaller klöppelten vor der Wende als „Titan“ durch die Nachbarrepublik, machten dann erste Gehversuche im härteren Metal-Bereich - und die waren wohl eher durchwachsen. Spätestens die wagnerianisch-geprägte „Saxot“-Scheibe von 2001 ließ Besserung erkennen. Das aktuelle Werk mußte label-technisch den langen Weg über "Down Under" nehmen, was sich aber gelohnt hat. Die sächsischen Soldaten hören sich an, als hätten sie mehr als einmal mit Quorthon (RIP) gefrühstückt. SAXORIOIR machen Papan-Metal mit rein-metallischen und klassischen Einflüssen – darum widmen sie mit dem zehnminütigen „Der Meister“ auch dem Herren Richard Wagner mal wieder eine kleine Ode. Neben allen epischen Ausbrüchen, die sich konsequent durch das gesamte Album ziehen, beliefert die Band auch Anhänger anderer, artvewandter Genres: Da knüppelts mal blast-beatig, da rifft es mal old-school-metallisch, da double-basst es doppelt, da kreischt es blacky-mäßig – für jeden etwas. Gemeinsam haben aber alle Songs eine erhabene Atmosphäre, die jedem Bathory-Fan in Verzückung versetzen dürfte. Natürlich stehen die Germanen dem Urvater aus Schweden in Sachen Genialität einigermaßen nach, das macht aber nichts, sie haben ein wirklich tolles Album hingelegt. Und trotz SFU geht einen auch das ziemlich gelungene AC/DC-Cover „For Those About To Rock“ (das BALTAKs Gorgoroth singt – allerdings nichts so fies wie in einer eigenen Band) nicht auf den Sack. Prima. (memme)

 

The Metal Observer   vom 7.August 2004  CD "Never Ending Battles"

Von Battlegod Productions aus dem fernen Australien haben uns bisher ja mehr Hassbatzen erreicht als etwas wirklich mit mir Kompatibles. Das führt nun beinahe automatisch zur Frage, wie es nun eigentlich kommt, dass ich SAXORIORs aktuelles Album „Never Ending Battles“ bespreche, aber aus irgendeinem Grunde hatte ich von Beginn an das Gefühl, dass dies etwas für mich sein könnte. 

Nun stellt sich die Frage, wie eine Band aus dem deutschen Osten an ein Label in Australien kommt. Darauf habe ich leider auch keine Antwort, aber hier handelt es sich um das vierte komplette Album der Mannen und etwas Besonderes ist es absolut geworden. Zum einen handelt es sich um eine Art Konzeptalbum um das Sachsen zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges, des weiteren haben wir es mit einem sehr interessanten Bonus-Track zu tun und überhaupt ist „Never Ending Battles“ auch musikalisch ein sehr interessantes Album geworden, das ich mit „Pagan Metal“ wohl am Besten beschreiben könnte. 

„Disaster Is Coming“ ist ein Intro, allerdings angenehm anders klingend als der übliche Bombast, sondern vielmehr ein episches Instrumental mit Keyboards, das mich irgendwie ein bisschen an FALKENBACH erinnert, bevor „Never Ending War“ dann das Album „richtig“ auf den Hörer loslässt, melodiös, heavy, mit ein paar Keyboards und einer reichlich harschen Stimme, guter Beginn, der mit „Expiation“ gleich stilgerecht weiterverfolgt wird, mal mit ordentlichen Double-Bass, dann wieder etwas zurückgenommener Härte.  

„Reasons Of War“ ist dann höchst interessant, mit Heavy Metal-Riffing und gedoppelter harscher Stimme, Keyboards, teils eingesetzt wie Hörner, ein paar kräftigen Double-Bass und erstmals auch etwas gesprochenen Vocals, sehr starker Track! Dass man nicht nur aufs Gaspedal latscht wird sehr gut von „Father“ gezeigt, langsamer, weniger hart und auch melodiöser, eine gute Abwechslung zu den zumeist sehr kraftvollen Songs drumherum, aber das war noch nicht alles, denn die folgenden beiden letzten Tracks haben es noch mal mehr als nur in sich. 

„Dem Meister“ mit seinen mehr als zehn Minuten ist Richard Wagner gewidmet, mit deutschen Vocals und in den Keyboard-Melodien auch mit Wagner-Elementen, der ultimative Pagan Metal-Tribut an den großen Komponisten, der später auch bis in Blastbeat-Gefilde vorstößt, aber stets sehr melodiös und episch bleibt! Und dann kommt „For Those About To Rock“, der AC/DC-Klassiker mit BALTAKs Gorgoroth am Mikrofon, dessen Vocals angenehmerweise nicht so harsch sind, wie befürchtet, die Version ist aber absoluter Kult, mit wesentlich fetteren Gitarren, steht beinahe auf einer Stufe mit SIX FEET UNDERs Cover von „TNT“! 

Mein ursprüngliches Gefühl, dass SAXORIOR, obwohl über Battlegod Productions herauskommend, etwas für mich sein könnten, hat sich absolut bestätigt, denn auch wenn die Stimme ordentlich krächzt, trägt die Musik eine Erhabenheit in sich, ausgedrückt durch Kraft, Melodien und teils auch Epik, nicht wild drauflos stürmend, sondern überlegt, mit Abwechslung agierend, so dass „Never Ending Battles“ nie langweilig wird oder sich stumpf wiederholt. 

Wenn ihr Pagan Metal zu euren Favoriten zählt und mit Epik und Melodien keine Probleme habt, dann solltet ihr SAXORIOR unbedingt eine Chance geben und mit „Dem Meister“ und natürlich „For Those About To Rock“ haben die Jungs aus Sachsen noch zwei mehr als bemerkenswerte Titel am Start, die das Album zu einer Kaufempfehlung werden lassen. (Online 7. August 2004)

 

 

Powerrocker vom August 2004  CD "Never Ending Battles"

SAXORIOR - Never Ending Battles (2004)
... diese Band stammt aus Pirna (Sächsische Schweiz). Mit ihrem genial gespieltem Black/Death-Metal können mich diese Musiker überzeugen, dringend auch mal ein Live-Konzert zu besuchen. Hier stimmt alles ... Bis auf den Punkt ausgefeilte Arrangements der absoluten Spitzenklasse. Eine absolute Kaufempfehlung!!! Naja nach mittlerweile 10 Jahren sollte hier auch mal ein richtig großer Plattendeal drin sein. Im Moment gibts diese CD über das Label "Battlegod Produktion" zu kaufen oder ihr schaut einfach mal auf die Seite der Band

 

Powermetal vom 30.10.2004  CD "Never Ending Battles

Seit Jahren dümpeln SAXORIOR nun schon im deutschen Underground herum, doch bis auf eine kleine aber solide Fanbasis haben die Sachsen in ihrer bisherigen Laufbahn nie viel erreichen können. Das lag zumeist daran, dass ihre bisherigen Releases zwar einige gute Songs enthielten, aber über die gesamte Distanz oft nicht die Kondition hatten, um den zunächst guten Eindruck über die Ziellinie zu retten.
Vielleicht kann die neue Platte "Never Ending Battles" da Abhilfe schaffen, wissen doch die meisten der insgesamt zehn Tracks mit guten, wenn auch stellenweise nicht besonders originellen Ideen zu gefallen. Sieht man nämlich mal von den streckenweise arg störend wirkenden Keyboardpassagen ab, lassen SAXORIOR es hier ordentlich krachen und scheuen dabei auch nicht vor dem Gebrauch einiger traditioneller Heavyriffs zurück, die einem speziell bei 'Pain' so richtig den Hintern versohlen. Auch das ziemlich cool sägende und fast schon rockige 'Reasons Of War' zeigt die Band von einer ziemlich harten Seite, geht aber gerade deswegen auch extrem gut rein.
Der Großteil der vertretenen Kompositionen kommt dabei im Midtempo daher, was den neuen Songs aber im Endeffekt sehr zugute kommt, da sich die Melodien so noch besser entfalten können und insbesondere aus 'Blade Of Revenge' und 'Father' erstklassige Melodic-Black-Werke machen. Im Gegensatz dazu sind die beiden eröffenenden Stücke 'Never Ending War' und 'Expiation' weniger gut gelungen, fehlen doch hier die zündenden Ideen, so dass der Einstieg zu "Never Ending Battles" erstmal gar nicht so einfach ist. Doch spätestens bei 'Dem Meister', dem bandeigenen heroischen Tribut an Richard Wagner, sind solche Ausfälle dann vergessen, haben SAXORIOR doch hier einen erstklassigen Mix aus klassischen Sounds und Black Metal zusammengeschustert, den man vielleicht sogar als den besten Song der gesamten Bandgeschichte betrachten darf. Und wenn dann das coole AC/DC-Cover 'For Those About To Rock' (mit Gastvocals von BALTAK's Gorgoroth) ertönt, dann haben SAXORIOR sowieso gewonnen.
Fazit: Eine wiederum ordentliche Scheibe, bei der sich die Anzahl der durchschnittlichen Kompositionen erheblich verringert hat. Sollte die Entwicklung der Sachsen in Zukunft weiterhin so positiv verlaufen, dann könnte man schon sehr bald dem Underground entspringen, was nach so langer Zeit ja auch endlich mal angebracht wäre.
Anspieltipps: Pain, Father, Dem Meister, For Those About To Rock

Björn Backes [30.10.2004]

 

Metalnews vom 22.November   CD "Never Ending Battles"

„Never Ending Battles“ ist das sechste Studiowerk der „Sächsischen Krieger” Saxorior. Diese Undergroundlegende, aktiv seit 1994, konnte bereits durch Auftritte mit Enslaved oder Taake von sich reden machen. Die neue Platte ist ein Konzeptwerk über den Dreißigjährigen Krieg. Textlich wurde das umgesetzt in der Schilderung prägnanter Schlachten, erzählt aus der Perspektive der sächsischen Bevölkerung, die im Jahre 1639 vergeblich auf die Hilfe der kaiserlichen Truppen wartet, nachdem der „Retter des Deutschen Reiches“, Herzog Wallenstein, bereits lange gefallen ist. Es geht um Kriegsgreuel und persönliche Rache. Ein interessantes Thema, bislang oft vernachlässigt im Metalbereich.
Der Stil der Band ist schwer einzuordnen, er ist angesiedelt zwischen Melodic Death und Paganmetal. Man muß sagen, „Never Ending Battles“ kommt erst beim zweiten Hördurchlauf richtig zur Geltung, obwohl das Album relativ simpel gestrickt ist. Die Anspieltips sind definitiv der Titelsong, „Blade Of Revenge“ und „Dem Meister“. Bei letzterem Stück handelt es sich um eine Ode an Richard Wagner, dem kompositorischen Großmeister und Vordenker der deutschen Kultur. Interessant daran ist, dass der Song mit instrumentellen Versatzstücken aus Epen wie „Das Rheingold – Waldweben“, dem „Walkürenritt“ und „Die Meistersinger Von Nürnberg“ gespickt ist, was dem Klassikfreund das Herz aufgehen lässt! Wenn auch die gesangliche und harmonische Umsetzung etwas kitschig und Manowar-like gehalten ist...naja, für Fans des Theatralischen. Ansonsten ist die Scheibe musikalisch doch etwas eindimensional. Konstantes Riffing und monotoner Gesang ziehen sich kontinuierlich durch die neun Songs.
Die folkigen Parts bei „The Old Spruce In The Wolfsschlucht“ sind zwar schön, doch nicht wirklich originell. Ebenso hätte man auf die unnötige Coverversion „For Those About To Rock“ (ja, tatsächlich australisches Blut!) verzichten sollen. Nette Scheibe, aber doch sicherlich ausbaufähig!   
( AirRaids 22.11.2004)

 

Metalnews vom 15.November 2003 LP "Von Rache und Schmerz"

Saxorior, welche das Metalgenre schon seit 1994 zu vertreten wissen, schmettern uns mit „Von Rache Und Schmerz“ ihr viertes full-lenght Album vor die Füße. Der Nachfolger des 2001 erschienenen Albums „Saxot“ ist ein Mix aus Black&Death, welcher mitunter in kurzweilige groovige „old-school“-Parts gleitet und bei denen das Keyboard, welches meist dezent aus dem Hintergrund klingt, auf keinen Fall fehlen sollte. Die auf 500 Stück limitierte Platte, im Schmucken Gateford-Cover gefertigt, beinhaltet auf Seite A teils neue, teil alte, überarbeitete Songs, sowie das vom Baltak-Mitglied „Gorgoroth“ eingesungene AC/DC-Cover „For Those About To Rock (we salute you)“.
Zuerst fällt mir der gut verständliche Text, welcher durch abwechselnden Gesang, von einerseits hell-schreiender, andererseits tief-grimmiger Stimme wiedergegeben wird, auf. Die Drums bewegen sich meist im mid-tempo oder lassen schnelle, kurze Doppelfuß-Parts blicken. Der zweite Song „Rache“ beinhaltet ein kurzes, in den Vordergrund tretendes Melodiespiel, welches für meinen Geschmack etwas länger sein könnte. Einige Riffs werden durch den Gesang wesentlich übertönt, sodass man manchmal nur einen Schleier der dargebotenen „Fidel-Kunst“ zu hören bekommt. Das Keyboard erzeugt öfters eine umschleiernde, seichte Stimmung, die ins mystische wandert und dem ganzen das Sahnehäubchen aufsetzt. Bei „August The Strong“, welches schon vom Namen her auf die epische Inspiration schießen lässt, zeigt sich eine immer wiederkehrende Abfolge von Drum -und Gitarrenparts, die, nach meinem Ermessen, zu oft wiederholt werden und demzufolge schnell eintönig wirken. Im zweiten Teil dieses Songs wird es allerdings noch einmal ausgefeilter, sodass mich gegen Ende das hervorragende Melodiespiel zu begeistern weiß, was alsbald durch die wiederkehrende „humpa-humpa“- Passage wieder getrübt wird. Das AC/DC-Cover bringt dann noch mal etwas Schwung in die Bude und kommt durch den letzten Teil, in dem abermals der Klangcharakter der Gitarre unter Beweis gestellt wird, ganz gut rüber. Seite B beinhaltet Live-Aufnahmen des Jahres 2002. Die Aufnahmen sind, für die Verhältnisse, die ich sonst von Live-Aufnahmen gewohnt bin, richtig geil. Vor allem der im letzteren Teil eintretende ruhige Part des Songs „Siegfried“ hat mir zugesagt. Davon hätte man wirklich mehr bringen können.
Alles in allem ist „Von Rache Und Schmerz“ keinesfalls schlecht, doch trägt es zu wenig Besonderheiten in sich und ist des Öfteren zu gleichmäßig, wodurch es schnell langweilt, sodass dieses Album wohl kein Dauerbrenner in meiner Anlage werden wird.

 

Legacy zur CD "SAXOT" Ausgabe Nr.18 von 2002

Die fünf Mannen von SAXORIOR bewegen sich schon seit 1994 durch den deutschen Underground, haben bislang zwei komplette Alben und eine MCD produziert und legen mit "Saxot" nun ihre dritte volle Scheibe vor. Produziert wurde das Teil im "hauseigenen" Polygamstudio zu Pirna, was sich eindeutig sehr positiv auf den Sound des Albums ausgewirkt hat. Textlich geht es einmal mehr um die Zeitenwende, um alte Schlachten und Helden. Auch die Nibelungensage wird in einem Lied verarbeitet, bei dem auch die Wagner-Oper "Siegfried" zumindest im Intro anklingt. Musikalisch hat sich bei SAXORIOR nicht viel geändert: immer noch bestimmen stolze Rhythmen und starke Melodien die Songs der Sachsen. Dabei setzen die Fünf auf bodenständige und nachvollziehbare Strukturen: Doppelbaß und Gehacke wechseln sich ab, so daß es dem Hörer leicht fällt, sich in die Kompositionen hineinzudenken. Gefrickel ist nicht das Ding der Pirnaer, aber das erwartet wohl auch niemand. So verstreichen die 45 Minuten wie im Fluge. Allerdings ist es schwer, sich bei diesem gleichbleibend soliden und niemals extravaganten Level der Musik Einzelheiten zu merken. Es sind keine wirklichen Höhepunkte auf der Platte zu hören. Die Arrangements wirken eben alle wie aus einem Guß, und das hat immerhin auch einen Wiedererkennungswert. Umwerfend Neues bieten SAXORIOR mit "Saxot" nicht. Hervorheben möchte ich aber die Coverversion 'Tubular Bells' von Mike Oldfield, die mich wirklich überrascht hat. Metallisch passend umgesetzt, erkennt man doch gerade an dem Unterschied der Kompositionen, woran es den Sachsen leider immer noch mangelt: an einem wirklichen Überflieger. Schade! Ein Riff wie das in ´Fire Of Retaliation´ ist ohne Frage geil, aber leider läßt sich daraus allein eben kein Hammersong machen. Für Freunde des thrashigen Black/Death Metal aber durchaus zu empfehlen!

 

Rock Hard zur CD „Saxot" Ausgabe 05/2002

Eigentlich hatte ich die Herrschaften aus Sachsen als furchtbare Kapelle in Erinnerung, so dass ich nach dem Einlegen von „Saxot" in den CD-Schacht prophylaktisch in Deckung ging. Aber die Sorge, dass meine Ohren voller Ekel den Generalstreik ausrufen, erwies sich als unbegründet. SAXORIOR haben `ne Menge gelernt – sowohl spielerisch als auch songschreiberisch. Natürlich kann man Musikern, die vor 15 Jahren bereits in einer drittklassigen DDR-Metalband rumpelten, nicht unbedingt abnehmen, dass sie anno 2001 eine Mischung aus düsterem Keyboard-Metal, Cradle Of Filth-Anleihen sowie Todesstahl nur deshalb hacken, weil es ihnen ernst damit ist. Aber wer ist in diesem Geschäft schon ehrlich? Die Songs jedenfalls finde ich größtenteils gelungen. Sie sind packend, weisen genügend Spannungsmomente auf und dürften vor allem live vorzüglich funktionieren. Die Produktion hingegen finde ich zu dünn und verwaschen, und die ellenlange Ode an Siegfried aus der Nibelungensaga hätte man sich auch schenken können. Schließlich gibt es genug Vollidioten, die mit diesem ausgeleierten Thema meinen Stuhl ins Exil treiben.

Wolf-Rüdiger Mühlmann

 

Ablaze zur CD „Saxot" Nummer 40/02

Bereits das fünfte Output (Demo und MCD mitgerechnet) können die Pirnaer Burschen mittlerweile verbuchen, die euch vielleicht durch zahlreiche Auftritte und auch vom ABLAZE-Sampler aus Ausgabe #30 bekannt vorkommen dürfte. Der Name erinnert mich zwar stark an eine True-Metal-Band, damit haben sie aber so gut wie gar nichts zu tun. Im Gegenteil, denn es werden derbe Death/Black-Metal-Geschütze aufgefahren, die mit sehr präzisen und wuchtigen Drums vorgetragen werden. Die Gitarren haben interessante und passende Riffs auf Lager und verschmelzen zusammen mit den anderen Instrumenten zu einer starken Einheit. Ein Keyboard bringt oft stimmungsvolle Passagen, die den Tracks eine feine Note verleihen und kaum etwas von der Härte einbüßen. „Saxot" gefällt mir wesentlich besser, als der Vorgänger „Portent Of Eternity", denn alle Songs sind hier stimmiger und durchwachsener. Die Produktion ist ebenfalls deftig und nicht zu klar, so dass hier auch die richtige Stimmung aufkommen kann. Wer also Death/Black Metal mag und nicht immer volles Gemetzel braucht ist bei SAXORIOR genau richtig.

Rebecca Böhning

 

www.mordor-magazin.de von 2002 zur CD "SAXOT" 10 von 10 Punkten

SAXORIOR ist eine Deutsche Band und müsste eigentlich in aller Munde sein. Ihr habt den Namen auch noch nie gehört? So ging es mir auch! Wer hätte gedacht das SAXOT das bislang vierte reguläre Album der Band darstellt. SAXOT ist das Produkt von 8 Jahren Bandgeschichte. Musikalisch wird rauer Black Metal geboten, welcher mit coolen Wechseln zwischen Melodieparts und hammerharten Riffs daher kommt. Zweistimmige Gitarrenpassagen gehören genau so zum SAXORIOR Sound wie groovige Death Metal Riffs.
So kommt es das die Musik recht Abwechslungsreich wirkt und einen eigenen Charakter mit sich bringt, der es schier unmöglich macht die Band mit einer anderen zu vergleichen.
Bei SAXORIOR kommt noch Keyboard zum Einsatz, welches der Musik in gewissen Passagen noch mehr Melodie und Atmosphäre gibt. Man versteht es aber das Keyboard dezent einzusetzen und damit Musikalische Höhepunkte zu setzen (z.B. beim Song VICIOUS CIRCLE). Wie oben schon erwähnt kommen bei SAXORIOR nicht nur Black Metal Typische Elemente zum Einsatz. So kommt es das sich der Song HIE NULLA PAX, in einem sehr totes metallischen Gewand zeigt. Zum einen gibt es kaum Black Metal Typische Raffelriffs bei diesem Song. Hier kommen die coolen Headbanger Riffs voll zum tragen. Zum anderen ist auch die Stimme des Sängers hier meist etwas tiefer als sonst angesiedelt. So, nun haben wir auf nette Art und weise den Bogen zum Gesang gemacht. Der grösste Teil der Vocals sind kreischen und hoch, so wie man sich das gewohnt ist vom Black Metal. Mit den kleinen Unterschied das der Gesang hier verdammt böse und hasserfüllt kling. Bei SAXORIOR gibt es aber eine viel Zahl von weiteren Stimmen, dies gehen von tiefen Death Metal Vocals bis hin zu Cleanvocals, wobei sich letztere sehr in grenzen halten. SAXORIOR liefern hier ein grossartiges Album ab, es ist mir echt ein Rätsel warum diese Band nicht viel bekannter ist. Das absolute Highlight der CD ist für mich der letzt Song auf dieser CD. Eine Coverversion von MIKE OLDFIELDS TUBULAR BELL, wer würde sich schon an so was wagen! Es ist ein Hammer! Die Band kann nicht nur Musikalisch voll überzeugen, auch Produktionstechnisch können sie mit den besten mithalten. Auch für die Literaturfreunde unter euch gibt es was, den alle Texte gibt es im mehrseitigen Booklet zu lesen! Wer die CD gern sein eigen nennen will, kann das gute Teil unter www.saxorior.de bestellen.

 

Heavy zur CD „Saxot" Ausgabe 03/02

Die schon recht lange in der Szene aktiven SAXORIOR stellen mit „Saxot" ihre neue Scheibe vor. Immer noch lässt sich ihr Stil grob mit Death Metal beschreiben, was aber auch nicht exakt hinkommt. Vor allem die Vocals klingen recht variabel und reichen deutlich über das standardisierte Genre-Grunzen hinaus. Es klingt boshaft, kraftvoll und doch sauber. Sicher einer der großen Vorteile von SAXORIOR und im Gegensatz zum letzten Longplayer hat man auch die Arrangements besser in Szene gesetzt. Dadurch wirkt die Scheibe in ihrer Gesamtheit interessanter und abwechslungsreicher als zuvor, was im Verbund mit einem guten Sound den Sprung aus dem Mittelmaß hin zu gutklassigem Treiben garantiert. Es herrscht trotz ausgeprägter Keyboard-Begleitung eine recht beklemmende Atmosphäre auf „Saxot", welches zudem eine recht coole Coverversion von MIKE OLDFIELD`s „Tubular Bells"(!) zu bieten hat. Pagan Metal-Fans können hier nichts falsch machen, Tracks wie „Battle Of Wittekind", „Vicious Circle" oder auch „Fire Of Retaliation" bieten blitzsauberen Stoff. Man muss nicht immer ins Ausland schielen, um guten Extrem-Metal zu erhaschen.

Arno Hofmann

 

SAXORIOR _ saxot
_ UpLoad: 1.4.2002 erschienen bei www.metalius.de

Aus der Asche der in der Ex-DDR recht bekannten Band „Titan“ ist diese Combo entstanden, deren Name komplett eigentlich „Saxon Warrior“ heißt. 1 Demo, 1 Maxi, 3 komplette CDs sind das bisherige musikalische Vermächtnis. In punkto Konzerten wurden bis her u.a. bei Iced Earth, Benediction und Ruthless die Einheizerrolle übernommen. Daneben gibt es noch den einen oder anderen Samplerbeitrag zu erwähnen. Soweit die kurze Vorstellung, der sich die musikalische Beurteilung anschließt. Im großen und ganzen kann ich mit der bandeigenen musikalischen Definition, etwas eigenständiges, leicht am Death Metal angelehnt, geschaffen zu haben, konform gehen, würde aber noch die rohe Energie des Black Metal, ohne in wilde Raserei zu verfallen, noch dazu addieren. Alle Titel kommen, unterstützt von einem sehr angenehmen, gut in Szene gesetzten Keyboardteppich unterstützt, druckvoll aus den Boxen. Die Titel sind teilweise sehr episch gehalten und lassen eine sehr deutliche Reife, mit der Tendenz zur Perfektion, deutlich erkennen und somit auch die Ausnahmestellung die diese Band hat. Damit komme ich zum großen plus dieser CD. Selten habe ich in letzter Zeit eine so spontane, in keinem Moment gekünstelt wirkende, lebendige, innovative CD aus dem Bereich „Düster Metal“ gehört. Erhabene Hymnen wie „Hic nulla pax“, ein rhythmisches Feuerwerk wie „Fire of retaliation“ oder das perfekt in Szene gesetzte „Siegfried“, der finale Titel „Tubular bells“, im Original von Mike Oldfield, alles Beispiele für den sofortigen Kauf dieser CD. Diese Band ist wichtig und gehört unterstützt!

Peter Bigalke

 

Eternity Magazin von 2002 Heft Nr.13 CD "Portent Of Eternity"

Die Musik von Saxorior zu beschreiben ist gar nicht so einfach, lässt man sich dabei nicht so leicht in eine Schublade schieben. Umschreibend könnte man jedoch behaupten, dass die Band sich hauptsächlich im weit gefächerten Bereich des Death Metal aufhält, welcher zusätzlich vom Black Metal oder auch in geringen Maßen vom Doom/Heavy/Gothic/Pagan Metal beeinflusst wird. Dementsprechend abwechslungsreich ist auch ihr zweiter Longplayer gehalten, teils technisch/aggressiv, teils eher athmosphärisch/bombastisch kann hier so ziemlich jeder der 9 Tracks überzeugen. Herausheben möchte ich dabei ‘Hagen von Tronje’, wo ein Auszug des Nibelungenliedes musikalisch sehr schön umgesetzt wurde oder ‘The Might Of Fire’, dei dem sich die bei-den Gitarristen ein Gesangs- bzw. Kreischduett liefern. Apropos Feuer: Live ist von den Sachsen außerdem eine interessante Bühnenshow zu erwarten, inkl. Feuerspucken, brennender Keyboards & Co... Also nix wie hin! (Review aus Eternity #13)

 

Legacy zur CD „Portent Of Eternity" Ausgabe 03/99

Irgendwie scheint mittlerweile fast jede gute deutsche Band aus dem Osten zu kommen, so auch die Dresdener SAXORIOR, die haben nämlich mit „Portent Of Eternity" ein Scheibchen auf den Markt gehauen, das man guten Gewissens in die obere Qualitäts-Klasse einordnen kann. Geboten wird hier ein absolut gelungener Mix aus Black- und Pagan Metal, der wohl den einen oder anderen zu ekstatischen Freudentänzchen hinreißen dürfte. Aggressive Hochgeschwindigkeits-Parts werden unterbrochen von getragenen Instrumental-Passagen mit leicht mittelalterlich anmutenden Klängen, und das Keyboard macht genau das, was es auch soll, nämlich die Stimmung der Songs dezent unterstreichen, anstatt den geneigten Hörer mit schleimigem Gedudel zuzukleistern. SAXORIOR haben es gekonnt geschafft, ein Album vorzulegen, das eine derart epische, mitreißende Atmosphäre erzeugt, dass man vor seinem inneren Auge schon die Krieger auf das Schlachtfeld galoppieren sieht, um den glorreichen Kampf um Ehre und Freiheit auszutragen. Ehre gemacht haben sich SAXORIOR mit „Portent Of Eternity" allemal und ich wage mal zu behaupten, dass man von dieser Band noch einiges hören wird. Der Sound hätte zwar ruhig etwas fetter sein können, aber das tut der Sache auch keinen Abbruch.

Diana Glöckner

 

SAXORIOR "Portent Of Eternity" 7 Punkte
erschienen bei www.interregnummusik.de

Eine sympathische Band aus Sachsen sah ich vor einiger Zeit in einem Liveclub. Ihr Name: SAXORIOR. Ihre Musik: Metal der gutartigen Sorte. Will heißen, treibende Gitarren mit Riffs, die es schwer machen, still zu stehen.
Ihre Rhythmik läßt die Haare wie von Zauberhand wie blöde auf und ab peitschen. Dabei unterscheidet sich die Musik nicht großartig von der anderer Bands. Nur haben SAXORIOR eben das gewisse Etwas, den Drive, der die Musik lebendig werden läßt. Dazu dezenter Keyboardeinsatz der unterstützend, nicht einlullend wirkt. Die Gitarristen teilen sich den Gesang und wissen mit Old School-Soli der Marke Achtziger-Jahre-Thrash aufzuwarten. Textlich geht es zum Beispiel um die Christianisierung der Sachsen, welche sich am längsten wehrten und am Schluß dann doch überrannt wurden. Leider können SAXORIOR die Power ihrer Liveshows nicht auf CD übertragen. Doch das dürfte nicht die Schuld der Band sein, sondern das sicherlich nicht allzu hohe Studiobudget. Dennoch macht das Teil Spaß.
"Hagen von Tronje"/"Einzug in Walhalla"

THOMAS