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FFM-Rock vom 01.03.2009 zur CD
"Völkerschlacht"
Asche auf mein
Haupt, da haben die Dresdner schon ihr sechstes Album am Start und ich werde
erst jetzt auf die Jungs aufmerksam,
die mit "Völkerschlacht" ein historisches
Thema auf ihrer CD verarbeiten. Diese Schlacht fand "1813" statt, was von den
Mannen auch
als kriegerisches
Intro gewählt wurde. Mit dem
Titelstück kriegen wir eine gehörige Portion rohen Black Metal, der vor allem
durch
Kai-Uwe Schneider's
aggressiven Vocals
geprägt ist. Aber neben dem rasenden Black Metal kriegen wir auch bombastische
und mit Keys
von Frank Nietzsche hinterlegte Passagen geboten, die Pagan
Anleihen haben und den Stücken auf der CD noch mehr Emotion verleihen.
So
klingt "The Executioner"
anfangs etwas hymnenhaft,
was aber im Laufe des Stückes ab und an mal in Brutalität übergeht, aber
den
hymnischen Grundtenor beibehält. "Johann Siegmund of Liebenau" beginnt recht
ruhig, geht dann voll und ganz ins Pagan
Genre
über, bevor es dann auch in rasende Black Metal Gefielde
übergeht, ein verdammt starker Songaufbau. Auch "Brave helpers
in need"
ist perfekt inziniert
und vor allem das doppelläufige und klassische Metal Solo gefällt mir
ungemein. Mit dem akustischen Zwischenspieler
"A Special Event On The
Market Place"
wird es ein wenig ruhig, dafür baut sich "Sentenced
To Death"
dann langsam über melodischen
und bombastischen Metal wieder auf und besitzt
auch genügend Härte, ohne dafür aufs Gaspedal drücken zu müssen. Das übernimmt
dann wieder "The Saviour",
wo die Jungs zwischen phantastischem Geprügel
und eingängigen Passagen hin und her pendeln und
auch akustische Passagen
perfekt einflechten. Wären da nicht die aggressiven Vocals,
man könnte bei "The Swedish
Army" von
einer klassischen Metal Nummer sprechen und "The
Last Battle
Of A Great Warrior"
ist ein wahrlich heldenhaftes Epos, das die normale
CD beendet. Auf der Digi
Version gibt es noch die Kiss
Coverversion von "Creatures
Of The
Night", die mir aber nicht vorliegt.
Ob Bonus oder nicht, SAXORIOR haben mich mit diesem Album in ihren Bann
gezogen und dieses historische Thema wurde musikalisch in
einer super genialen Art verpackt, Leute, macht weiter so!!!!!!!!
Evil Rocks Hard von 2009 zur CD "Völkerschlacht"
Mit ihrem achten Studio Langeisen besingen die Dresdner
Mannen zum einen die Völkerschlacht von Leipzig 1813, als der Niedergang der
Grand Armee fortging, zu dem wird sich auch noch dem Dreißigjährigen Krieg
(1618-1648) gewidmet. Somit liegt inhaltlich eine Fortführung ihres War Metals
im Pagan Black Metal Stil vor. Doch eines ist ganz massiv zu erhören: Bessere
Arrangements, noch detaillierter, noch atmosphärischer und bessere Produktion
im Vergleich zu den vorherigen Veröffentlichungen. An das Herz möchte ich euch
vor allem den Song 'Völkerschlacht' legen, der einem Franzosen nicht so
schmecken wird, obwohl es sich lediglich um die Vertonung einer Schlacht
handelt mit der Verquickung der damaligen Stimmung gegenüber der
napoleonischen Armee. Für diese Umsetzung gibt es eine ganz klare 1 mit
Sternchen, setzen, Danke! Aber auch die anderen Songs weisen aus, dass sich
die Herren mit der Geschichte durch aus gewissenhaft beschäftigt haben. Als
Lauschtipps möchte ich euch noch 'The Swedish Army' oder auch 'Brave Helpers
In Need' ans Herz legen.
Musikalisch bewegen sich die Herren wie erwähnt im Pagan Black Bereich, den
sie nicht spielen, nein, dies wird zelebriert. Eingängig oder auch brachial
nach vorne. Mal innovativ mal altbekannt. Mal filigran, mal robust. Das
Wechselspiel der Spielweise, das ist das was diese Scheibe so unglaublich
wuchtig rüberkommen lässt, gerade wenn man noch die Vocals dazu addiert.
Mein Tipp: Wuchtig und grandios, das sind Saxorior - Kommt und prüft und ihr
werdet sehen welch Schlacht euch ereilen wird!
Hammer - Alle Daumen hoch!
Car Sten
Underground Empire von 2009 zur CD "Völkerschlacht"
Auch bei ihrer neuen Platte
»Völkerschlacht« halten SAXORIOR ihrem australischen Labelpartner BATTLEGOD
PRODUCTIONS die Treue. Dabei hat sich bei der Band in den vier Jahren seit der
letzten Platte »Never Ending Battles« der Trend zu mehr Black Metal deutlich
verstärkt. Meinereiner kommt zwar mit den riffig-thrashigen Momenten wie bei
›Brave Helpers In Need‹ klar, aber da SAXORIOR in all den Jahren auch ihre
spielerische Kompetenz weiterentwickelt haben, schaffen sie es auch, daß die
extremeren Songs nie ins Chaos ausufern. Ergo: Extrem-Metal-Fans dürfen gern mal
ein Ohr riskieren!
Metallhammer im Februar 2005
zur CD "Never Ending Battles"
Über das sechste Werk der deutschen
Saxorior, Never Ending Battles kann man eins ganz gewiss sagen:
Hier gibt’s was auf die Ohren!
Leider ist mir die Band Saxorior erst jetzt mit diesem Output zu Ohren gekommen
und ich muß sagen, sie enttäuschen mich nicht, im Gegenteil!
Was hier geboten wird ist schöner Pagan/Black-Metal mit vielen Root-Elementen,
der mich streckenweise an Bands wie Bal-Sagoth und alte Satyricon erinnert,
jedoch auch ein großes Stück Eigenständigkeit beweist. Dazu nehme man einen
gehörigen Teil alter deutscher Thrash-Schule. Auch das Symphonische haben die
Jungs nicht vergessen was dem ganzen Werk ein Battle-Outfit verleiht.
Der Name passt wirklich auf diesen Output.
Geboten werden euch knapp 52 Minuten in zehn Tracks, inklusive dem geilen Bonus
“For Those About To Rock” mit Gastsänger der Band Baltak, verpackt.
Und was das geilste ist: Die Jungs haben Bock auf das was sie machen. Das hört
und spürt man!
Alles in allem ein ehrliches Werk voller dunkler Schönheit! Absolut hörenswert!
Tester:
Elysium
Punkte:    
www.schwermetall.ch
im Mai 2005 zur CD "Never Ending Battles"
Idyllisches Vogelgezwitscher verkündet die
unheilvolle Ankunft der Sachsen. Ihr Streitwagen ist bestückt mit fünf Mann, die
durch inbrünstige Schreie und druckvolle Axtraffeleien ihre Gegner zu
beeindrucken suchen. Mit hymnischen Melodien versuchen sie die Gunst der Götter
zu erlangen. So ziehen sie voran, Walhalla stets so nah wie des Feindes Klinge.
Sofern Saxorior tatsächlich eine Kombination aus Saxon für die Sachsen und
superior für überlegen ist, wie mir kurz durch den Kopf ging, dann haben sich
die fünf Krieger ein nicht unpassendes Omen geschaffen. Ihre Klänge sind
tatsächlich denen vieler Untergrundgenossen überlegen. Die Kombination aus
schwarzmetallischem Geschrei, schroffen Gitarren und melodieschwangeren
Tastenklängen, kann sich hören lassen! Nur gelegentlich entschwindet dem
Tastenbarden das Gefühl für dezente Melodien und er bringt zuviel Unruhe, was
wiederum den Streitwagen bremst. Dies ist insbesondere darum schade, weil schon
die Gitarrenlinien in alter Heavy Metal Tradition melodieträchtige Soli
vorbringen oder akustische Klänge für genügend Kontraste Sorgen. Allerdings
könne ich mir Saxiorior ganz ohne Tastenklänge desgleichen nicht vorstellen.
Leider schwappt die zweifellos vorhandene Eigenständigkeit bisweilen auch in
etwas Gleichförmigkeit über. Da durch Bombast, Melodie und Atmosphäre diese
Stellen merklich in Grenzen gehalten werden, scheue ich mich nicht für "Never
Ending Battles" eine Empfehlung auszusprechen.
Autor:
Morgenstern
Punkte:
9/13
www.interregnummusik.de im April 2005 zur CD "Never Ending Battles"
Wenn es um
deutsche Bands geht, die noch immer zu unrecht völlig unterbewertet werden,
kommt sicherlich recht bald auch die Sprache auf SAXORIOR. Wie kaum eine andere
Band verstehen es die Musiker um Kai-Uwe Schneider und Matthias Eschrich,
Bathory-artigen Stampfrhythmus, Midtempo-Groove und erhabene Melodien mit
passenden Keyboardsounds und thrashigen Riffs zu kombinieren. Gewürzt wird diese
Mischung mit kontrollierten Blastausbrüchen, die nie zum Selbstzweck verkommen.
War Ihr Vorgängerwerk "Portent Of Eternity" schon ein Knaller, so hat sich zu "Never
Ending Battles" mehr Eingängigkeit in die Songs geschlichen. Egal, ob das Intro
"Disaster Is Coming", die mit einer melancholischen Gitarrenmelodie unterlegte
Groovegranate "Blade Of Revenge", der aggressive Headbanger "Pain", der Hit "Never
Ending War" oder das Epos "Dem Meister" - der Fuß und der Kopf wippt bzw. nickt
immer mit. SAXORIOR spielen Pagan Metal, der Vollendung bereits sehr nahe.
9 von 10
Thomas
Heavy-Metal.de zur CD "Never Ending Battles"
im Februar 2005
Musikalischer 30-jähriger
Krieg?
Wagner als Inspiration einer Death Metal Band
Never Ending Battles
SAXORIOR
Mit ihrem mittlerweile vierten Album, neben einer Mini-CD, einem Vinyl-Album
und dem allerersten Demo-Tape, setzen Saxorion ihren Weg konsequent fort und
erzählen Geschichten, die in Sachsen zur Zeit des dreißigjährigen Krieges
spielen. Schon seit seiner Gründung im Jahr 1994 spielen Saxorior einen
eigenwilligen, aber durchaus interessanten Bastard aus Death und Black Metal
mit Texten, die sich überwiegend mit historischen Themen oder aber mit Opern
und anderen Arbeiten Richard Wagners beschäftigen. So handelte der Vorgänger,
sprich das dritte Album der Band mit Titel „Saxot“ überwiegend von der Epoche
der Christianisierung Sachsens. Hierbei spielen vor allem Wittekind und sein
Gegenspieler Karl der Große die Hauptrollen. Außerdem verarbeitete man die
Ouvertüre von Richard Wagners „Siegfried“ auf diesem Album.
Nun also steht der 30-jährige Krieg in Sachsen im Mittelpunkt des Geschehens.
Zusätzlich hat die Band dem oben erwähnten Richard Wagner einen Song gewidmet
und ihn mit einigen Themen seines musikalischen Schaffens aufgewertet: „Dem
Meister“. Hierbei ist besonders interessant, dass Saxorior (was sich übrigens
aus den beiden Worten Saxon und Warrior zusammensetzt) es schaffen, den Text
auf deutsch zu spielen ohne dabei in allzu gängige Klischees abzurutschen.
Auch sonst bewegt sich die Band in ihrem Gebiet sehr sicher und qualitativ
erstklassig. Die Gitarren liefern sich wütende Duelle, während Bass und Drums
den Rhythmus vorantreiben. Unterlegt wird das Ganze von einem Klangteppich
eines Keyboards, das sich zu keinem Zeitpunkt in den Vordergrund zu drängen
versucht. Das Shouting bewegt sich irgendwo zwischen Black Metal-typischem
Gekeife und schwedischem Death Metal Shouting. Streckenweise erinnert mich die
Stimme sogar an Carcass.
Musikalisch wird das Album dadurch abwechslungsreicher, in dem Saxorior neben
dem typischen Death Metal Geholze auf fast schon mittelalterliche Klänge
setzen, die zwischendurch immer wieder Akzente setzen können und das Album
spielerisch aufwerten. Hier sei besonders das Instrumental „The Old Spruce In
The Wolfsschlucht“ erwähnt.
Fast alle 10 Tracks sind im Up-Tempo Bereich angesiedelt, werden aber durch
die bereits angesprochene Variabilität im Klangbild zu keinem Zeitpunkt
langweilig oder vorhersehbar.
Und das, obwohl die letzten beiden Tracks des Albums „Never Ending Battle“ dem
Namen desselbigen fast alle Ehre machen und eine gemeinsame Spielzeit von über
18 Minuten aufweisen können. Als Sahnekrone haben die fünf „Sachsenkrieger“
ihre Cover-Version von AC/DC’s „For Those About To Rock“ als Bonustrack noch
auf das Album gepresst, auf dem ihr Label-Kollege Gorgoroth von Baltak seine
Stimmbänder quält.
„Neverending Battle“ ist ein rundum gelungenes Death and Black Metal Album
geworden, das sowohl Fans dieser beiden Musikrichtungen, als auch des Pagan-,
bzw. Viking-Metals überzeugen sollte. Und auch Freunde der alten
Schwedentod-Schule können gefahrlos ein Ohr riskieren. Es lohnt sich.
Punkte: 9/10
Autor: Martin
Datum: 09.02.2005
www.eternitymagazin.de zur CD "Never Ending Battles"
im Mai 2005
Never Ending Battles
Battlegod Productions Rating:3/6
Black Metal mit teilweise deutschen Texten? Auf dem Cover eine mittelalterliche
Schlachtszene? Oh Nein, das wird sicher schlimm!! Da Vorurteile sich aber
glücklicherweise nicht immer bestätigen, bekam "Never Ending Battles" eine faire
Chance und landete nicht direkt im Sondermüll. Wäre auch verdammt schade um
diesen Silberling gewesen, denn das Gebotene ist gut, streckenweise sogar sehr
gut. Erstens: Die Musik knallt richtig gut und wirkt zu keiner Sekunde
dilettantisch. Handwerklich und songschreiberisch ist alles im grünen Bereich.
Zwotens: Das hier ist nicht der zigtausendste Aufguß altbekannter (und
verhasster) Billig-Black Metal-Formeln. Drittens: Der Sound ist recht gut und
nervt im Gegensatz zu den allermeisten Veröffentlichungen dieser Sparte nicht.
Besonders der Klampfensound ist schön fett und lässt viele Black Metal-Sägen
echt alt aussehen. Viertens: Die Band verzichtet auf ein albernes
Bösewicht-Image und müllt ihr Booklet nicht mit saudummen Sprüchen Marke "Wir
sind Hei
den und zerstören das Christentum" voll. Nee, hier ist alles in bester Ordnung,
würd' ich mal sagen. Zu hören gibt's deftigen Black Metal, der mit Thrash und
Death Metal angereichert wurde. Die massiv eingesetzten Keyboards klingen
richtig gut und helfen den Songs, statt sie zu zerstören. An manchen Stellen
wäre weniger zwar mehr gewesen, aber das ist sicher Geschmackssache. Hin und
wieder gibt's kurze, vom klassischen Heavy Metal inspirierte Gitarrensoli, was
ich natürlich mit Pluspunkten belohnen muß. Als Vergleich könnte man die frühe
Vikingerzeit von Bathory (in erster Linie "Blood, Fire, Death") oder die Werke
von Falkenbach heranziehen. Höhepunkt der Scheibe ist das tolle, sehr emotionale
"Father", welches durch ein arschcooles 80er-Jahre HardRock-Solo gekrönt wird.
Zum Abschluß gibt es noch eine Neuaufnahme des Klassikers "For Those About To
Rock". Dieses AC/DC-Cover, auf dem Gorgoroth von Baltak seine Stimmbänder
malträtiert, ist zwar ganz nett, aber sicher nicht lebenswichtig.
Insgesamt gesehen könnte man die Songs noch ein wenig eingängiger gestalten und
die cleanen Vocals sind auch nicht so mein Ding, aber ansonsten gibt's kaum was
zu meckern. Den Namen SAXORIOR solltet ihr euch merken!!
(Ach, übrigens, das eingangs erwähnte Coverbild stammt aus dem Jahre 1562. Das
ist mal RICHTIG Old School, was?)
Metal1.info zur CD "Never Ending Battles"
im März 2005
Vögel zwitschern. Es ist ruhig, eine
scheinbar ungestörte Landschaft wird nur durch ein paar kleine Vögel besungen.
Aus der Ferne ertönt plötzlich leise ein Signalhorn und lässt die Vögel
verstummen. Es stößt mehrere male den selben Laut aus, kommt dabei immer näher
und wird nach kurzer Zeit von lautem Getrampel und kriegerischem Geschrei
begleitet. So beginnt „Never Ending Battles“, das bereits fünfte Album von
SAXORIOR aus – klar – Sachsen. Getreu ihrer Herkunft geht es in den Texten auch
viel um die sächsische Geschichte, Sagen und Mythen.
Mit dem Übergang vom Intro zum ersten Lied „Never Ending War“ wird dem
schlachtenfreudigem Kämpfer gleich ein Riff vorgesetzt, der nicht nur sofort in
alle Glieder fährt, sondern auch epische Züge zeigt, die man sonst von Bands wie
Bathory oder Moonsorrow zu hören bekommt. Die Atmosphäre von mittelalterlichen
und martialischen Schlachtfeldern voll stämmiger Nordmänner und heftigen
Kampfszenen muss sich hier gar nicht erst aufbauen, es scheint vom ersten Ton an
da zu sein, als würde dieses Gefühl schon seit langem durch den Raum schweben
und mit Einlegen dieser Scheibe erst entfesselt zu werden. Gesanglich legen die
beiden Sänger und gleichzeitig auch Gitarristen Kai-Uwe und Matthias ein
Spektrum von Krächzen bis Grölen über die Musik, die Stimmen der zwei passen
hervorragend zur Instrumentalfraktion.
Das etwas gehobene Tempo wird die ganze Zeit über recht konstant gehalten, in
doomige Moonsorrow-Gefilde driftet man hier eigentlich auch nie ab. Es geht
immer ziemlich treibend zur Sache, wie es sich für eine akustische Schlacht aber
auch gehören sollte. Die immer wieder eingestreuten schnellen
Double-Bass-Passagen wirken auch nicht aufgesetzt, sondern passen sich gut in
die Musik ein und sorgen immer mal wieder für wunderbare Kopfschüttelstimmung.
„Blade Of Revenge“ würde ich fast schon alleine wegen seines Anfangs mit den
mächtig dahingaloppierenden und alles niederreitenden Riffs, die immer wieder in
etwas anderem Gewand wiederkehren, als meinen Favoriten des Albums bezeichnen,
aber das Stück ist durchgehend ein echtes Highlight, dass mit ein paar Breaks
Spannung aufbaut und eine geniale Hauptmelodie dabei hat.
Das einzige Stück mit deutschem Text, „Dem Meister“, beginnt sehr symphonisch,
passend also zum Thema des Liedes, hier geht es nämlich um Richard Wagner. Ein
kleines Meisterwerk hat man hier geschaffen, dass herrlich abwechslungsreich ist
und in das einige Wagner-Kompositionen eingewebt worden sind, als wäre es das
natürlichste auf der Welt, dass diese Klänge zusammengehören. Fast zehn Minuten
dauert der reguläre Abschlußtrack hier, der wohl der absolute Höhepunkt der CD
ist, einfach grandios. Einzig störend empfinde ich auf dieser CD den Bonustrack,
das ACDC-Cover „For Those About To Rock“, welches völlig aus dem Rahmen fällt,
ausserdem sagt mir die gesangliche Darbietung von Baltak-Sänger Gorgoroth hier
nicht zu. Das schmälert den Gesamteindruck des Silberlings aber nicht...
Hier wird konstant ein hohes Level gehalten, kann aber leider keine Vergleiche
zu den Vorgängern anstellen. Wer dem melodischen und epischen Pagan Metal wie
von erwähnten Bands – oder etwa auch Thyrfing und Einherjer - zugeneigt ist, der
sollte hier schnellstmöglich ein Ohr riskieren. Da hier auch die Produktion sehr
druckvoll und einfach gut geworden ist, bleibt die Musik rau und kantig, wie das
wohl gewollt ist, wodurch alles gleich noch ein Stückchen mehr Spaß macht.
Bewertung: 8
Redakteur: Stefan
METALGLORY zur CD
"Never Ending Battles" vom 10.12.2004
Nun landete sie in meinem Briefkasten. Die
Never ending battles von SAXORIOR! Das alleine war schon eine große Freude
meinerseits und da wußte ich noch nicht einmal, was mich erwartet...
Während des Intros befindet man sich in einer idyllischen Landschaft, in der die Vögel,
wohl in grausiger Vorahnung des nahenden Unheils, aufgeregt durcheinander zwitschern. Und
dann ertönen auch schon die Schlachtenhörner und das Getrampel unzähliger Hufe...noch
ein wenig Vorgeplänkel und los:
Im Opener Never ending war vertonen die SachsenKrieger hier einen kleinen
Ausschnitt Heimatgeschichte Anno 1639. Das geschieht ganz in altbewehrtem SAXORIOR eigenen
Stil: Schnell, hart und heiser! Der Rhythmus rast unaufhaltsam, wird mal zum melodisch
stampfenden Dreivierteltakt, nur um doch bald wieder weiter zu preschen...
Eben unverkennbar SAXORIOR! Das Tempo wird auf der gesamten CD gehalten. Und dennoch gab
es selten auf einer CD so viel zu entdecken. Im vierten Lied Reasons of War
wird durch einen Akustikausklang das tragisch, dramatische des Besungenen noch verstärkt
und gleichzeitig als Übergang zu dem Akustikstück The old spruce in the
Wolfsschlucht genutzt. Nach dieser kurzen und schmerzlosen Ruhepause geht es mit
Blade of revenge auch schon wieder flott weiter.
Die beiden folgenden Lieder scheinen, wenn auch nicht beabsichtigt, zusammen zu gehören.
Zumindest ertönen in beiden Keyboardglockenklänge theatralisch eingesetzt und es ist
sicher auch kein Zufall das Pain vor der Danksagung Father
angesetzt wird. In eben jenem wirklich aufrichtig ehrlichen Lied, verarbeitet Gitarrist
Matthias Eschrich den Tod seines Vaters ohne dabei irgendwie ins musikalisch schnulzige
abzurutschen.
Und auch der vorletzte Song Dem Meister ist eine Hommage an einen ganz
besonderen Künstler, welcher spätestens nach diesem Lied ein großer Fan und Freund der
Band werden würde. Wirklich unglaublich interpretieren SAXORIOR hier mal wieder, mit
raffiniert eingebauten, vom Meister selbst erschaffenen Kompositionen, niemand anderen als
Richard Wagner. Herrlich! Das freut mich natürlich besonders. Ich will gar nicht weiter
darauf eingehen, weil sich das bitte JEDER mal anhören sollte! Und weil es so schön war,
wird gleich weiter gemach und so bildet ein ACDC Cover einen wirklich unschlagbaren
Ausklang. Für ACDC konnte ich mich noch nie so begeistern. Erst recht nicht für
For those about to rock. Aber ich liebe es, wenn SAXORIOR es spielen und
BALTAKs Gorgoroth es singt! Das ist ja wohl der Wahnsinn! Auch dafür gibt es noch einen
super fetten Bonus(track)punkt!
Und weil ich gerade meine Bonuspunktspendierhosen anhabe, geht es mit der
Punktvergabe gleich munter weiter. Denn als Coverartwork wurde der Der Selbstmord
Sauls, 1562 (Wien, Kunsthistorisches Museum), von Pieter Bruegel, d. Ä. verwendet!
(Überhaupt sollte jede Band, im Gedenken, wenigstens ein mal ein Gemälde eines alten
Meisters verwenden..)
Dieses Gemälde stellt eines seiner späten Werke dar und ist in Bruegel´scher Manier
voll verstecktem Symbolgehalt. Wie in allen seinen Werken ist die eigentliche Handlung
hier scheinbar unauffällig in den Hintergrund gerückt und findet lediglich im linken
unteren Bildrand statt und wird in eine, von der Historie abweichende Landschaft
projiziert. Äh, ja...interessant; mehr dazu auf Anfrage.
Abschließend möchte ich noch loswerden, dass die wirklich sympathischen Herren auch live
sehr zu begeistern wissen und zu einem weiteren absolut gelungenen 1, 2,
3,...8-Punkte-Werk gratulieren!
8.0 Punkte von Steffi (am 10.12.2004)
Rock Hard zur CD "Never Ending
Battles" vom November 2004
Das nenne ich aber mal eine dicke Überraschung: Bislang
konnte ich den Ergüssen meiner sächsischen Landsleute von SAXORIOR wenig bis gar nichts
abgewinnen, aber mit ihrem aktuellen Album treffen die Kerle voll ins Schwarze. Wie
kommt´s? Ganz einfach: Never Ending Battles ist vertonte Liebe. Und zwar die
Liebe der Band zu ihren Roots - zu Bathorys Hammerheart und Pagan-Metal im
Allgemeinen, zum Schwarzmetall der alten Undergound-Schule, zum Teutonen-Thrash der
Achtziger und schlussendlich zu großen schwermetallischen Gefühlen mit jeder Menge
düsterem Pathos. Auch wenn es SAXORIOR bereits seit einer Dekade gibt: Irgendwie erinnert
mich die unbekümmerte Intensität der Truppe an die ganz frühe Reiter-Phase. Sprich:
Hier sprüht Enthusiasmus hoch zehn und macht spielerische Limitiertheit locker wett.
Checkt mal die Oberkracher ´Expiation´, ´Reasons Of War´ oder das unglaublich coole
Cover von AC/DCs ´For Those About To Rock´ (mit Labelboss und Baltak-Kopf Gorgoroth als
Gastkreischer) an; es könnte auch für euch Liebe werden.
Wolf-Rüdiger Mühlmann 8
Legacy zur CD
"Never Ending Battles" vom August 2004 Heft Nr.32
Weil der Prophet im eigenen Lande ja
bekanntermaßen selten etwas gilt, erscheint das neue Album dieser ´94 gegründeten
sächsischen Vollblutmetaller nun bei einem australischen Undergroundlabel. Und es
scheint, als hätten SAXORIOR steht zusammenfassend für Saxon Warrior exakt
zu ihrem zehnjährigen Jubiläum des Bestehens mit Never Ending Battles"
endlich den ganz großen Wurf gelandet. Denn dieses vierte Album der Ostdeutschen bietet
allerbesten epischen Melodic Pagan Black Metal in der feinen Tradition von Falkenbach,
Thyrfing, Mayhemic Truth und Bathory während der Hammerheart"-Zeit sowie
Celts", dem aktuellen dritten Langspieler von Morrigan. Mit melodisch
prägnanten, herrlich hymnischen und packenden Kompositionen, die vor edlem Heldentum,
forschem Kämpfergeist und altertümlichem Mannesmut nur so strotzen, gehen SAXORIOR
künstlerisch aufs Ganze und überraschen mit einem wahren Killer-Release. Dermaßen
authentisch wirkende mittelalterliche Grundstimmung hört man auf Scheiben aus diesem
Genre auch nicht alle Tage, obwohl sich so einige Bands auf der ganzen Welt dafür immer
wieder nach Kräften abmühen und hier hören sich die monumentalen Arrangements
samt erhaben erschallenden Chören nicht nach elektronischem Ursprung, sondern
beeindruckend wirklichkeitsnah an. Zeit zum Ausruhen in der prächtig tosenden
Klangschlacht bieten dazwischen geschobene Spielmomente mit Hörnern und dezenten
Akustikgitarren, sogar einige sanfte Flötentöne werden hin und wieder geblasen. Dass die
fünfköpfige Ostmeute ein ausgeprägtes Faible für das Altertum hat, verdeutlicht auch
das stil- und geschmackvolle Frontcover-Artwork, ein aus dem Jahr 1562 stammendes Gemälde
des berühmten flämischen Malers Pieter Bruegel. Bestätigend wirkt da noch der Track
Dem Meister", einer kollosalen Hommage an Klassik-Altmeister Richard Wagner.
Der Song ist einer meiner Favoriten auf Never Ending Battles", diesem
wunderbaren Album. Ach, ich könnte mich hier seitenlang über diese CD austoben. Also
alles drin, alles dran: Ob peitschend aufbrausend, in getragenen mittleren Tempi oder
gemächlich herrisch stampfend, Never Ending Battles" überzeugt von vorne bis
hinten einzig abgesehen vom AC/DC-Cover For Those About To Rock",
welches ich auf einem kriegerischen Silberdeckel wie diesem doch etwas deplatziert halte.
(ME) 14 von 15 Punkten
vampster.com zur CD
"Never Ending Battles" am 30.12.2004
SAXORIOR wurde bereits im Januar 1994 gegründet. Doch auch zehn
Jahre später lassen es die Sachsenkrieger auf "Never Ending Battles" tüchtig
krachen. Der Opener "Disaster Is Coming" beschwört die "... magni blandinn
ok megintiri"-Zeiten von
FALKENBACH
herauf (unter anderem im kurzen Intermezzo "The Old Spruce In The
Wolfsschlucht") und auch im weiteren Verlauf ihres neuesten Werkes bieten SAXORIOR
heldenhaften Pagan Metal mit Black und Melodic Death-Einsprengseln. Die Produktion ist
solide, wenn auch manchmal sehr dynamisch bezüglich der verschiedenen Lautstärken. So
wird man denn nach dem zarten Vogelgezwitscher im Opener mit dem Einsetzen des
"Metals" beinahe erschlagen.
Bezeichnend für den Sound ist die klare Übermacht von Keyboard- und Gitarrenfraktion.
Trotz fehlender Soundspielereien und wohl bekannter Klangeinstellungen kommt keine
Langeweile auf, da SAXORIOR zu jeder Zeit mit viel Gefühl und in treibender Art und Weise
musizieren. Seien es Bläserklänge und Pathos à la Glory and Perdition von
SEAR BLISS,
Bombast im Sinne der neueren
BATHORY-Werke
oder überschwengliches Heldentum im Sinne von
DOOMSWORD
- auf dem neuen Output der Sachsen ist alles in Fülle vorhanden. Die Vocals sind meist
auf der aggressiven, heiseren Schreistufe gehalten, einige cleane Parts (etwa in "Dem
Meister" - ohne Sächsisch-Akzent) sind ebenfalls vorhanden und werden wie ein edles
Gewürz sachte dosiert. Anspieltipps zu geben fällt angesichts der stets überzeugenden
Eigenkompositionen schwer, das hymnische und mit einigen gelungenen, wunderschön
melodiösen Gitarrenläufen überzeugende "Father" dürfte aber sicherlich einen
guten Einblick in das Schaffen von SAXORIOR geben. "Dem Meister" widmet sich
schliesslich in mitreissender Art und Weise dem Komponisten Richard Wagner und wartet mit
einigen klassisch angehauchten Versatzstücken auf.
Der Eigenkompositionsbereich von "Never Ending Battles" bietet somit mehr als
genügend deftige Pagan Metal-Kost. Einziger Schwachpunkt dieses Werkes ist die
AC/DC-Coverversion
von "For Those About To Rock". An den Vocals schreit
BALTAKs
Gorgoroth, zwar erträglicher als auf seinem eigenen neuesten Werk Macedonian War, doch wie bei
SIX FEET
UNDER (die sich ja leider auch schon an
AC/DC
vergriffen haben) fragt man sich: Warum muss das sein?
Zuletzt bleibt aber der positive Eindruck, den man von den eigenen Kompositionen von
SAXORIOR gewonnen hat. Diese überzeugen auf der ganzen Linie und versprühen soviel
Gefühl, dass man sich ihnen kaum entziehen kann.
Arlette Huguenin am 30.12.2004
Metalius am 18.12.2004 zur CD "Never
Ending Battles" 9,5 von 10 Punkten
Wie man am Titel des Albums unschwer
erkennt, kann es sich hierbei eigentlich nur um Pagan Metal handeln. So vorhersehbar ist
aber zum Glück sonst nichts auf dieser Scheibe. Im Gegensatz zu vielen Trittbrettfahrern
der großen Namen folgen SAXORIOR tatsächlich ihrer eigenen Linie. Was schon mit dem
Cover beginnt, zieht sich wie ein roter Faden bis zur Rückseite der Hülle. Wenn man
außer Acht lässt, dass die Scheibe einer deutschen Band über ein australisches Label
releast wird, fällt die erste Besonderheit schon beim Anblick des Covers auf. Hier wurde
Der Selbstmord Sauls (1562, Pieter Bruegel) verwendet. Die genaue Bedeutung
dieses Werkes entzieht sich aber leider meiner fehlenden Kunstkenntnis. Dem in diesem
Genre typischen Intro mit Schlachtgeräuschen folgen in jedem Stück absolut
eigenständige Songs, die es trotz mehrmaligen Hörens neu zu entdecken gilt. Von cleanen
Passagen bis hin zu harten und schnellen Rhythmen ist alles dabei. Die Vocals glänzen
clean wie auch hart und heiser. Selbst vor grandios eingesetzten Keyboardpassagen und
Glockenklängen wird nicht halt gemacht. Hier gibt es bei jedem Durchlauf wieder etwas
Neues zu entdecken. Diese geniale Umsetzung ihrer Stücke ist aber noch lange nicht alles.
Wer tiefsinnige Texte, sowie Epik und Gefühle schon lange bei vielen Alben vermisst, wird
hier auf jeden Fall auf seine Kosten kommen. Zum einen wäre da der achtminütige Song
Father, in dem Gitarrist Matthias den Tod seines Vaters verarbeitet. Der
Vorgänger Pain leitete dieses Stück hervorragend ein, so dass die Jungs
selbst bei der Wahl der Reihenfolge der Stücke nichts dem Zufall überlassen haben. Der
folgende Song Der Meister setzt sogar noch einen obendrauf. Ganze zehn Minuten
wird hier ein Lied an niemand geringeren als Richard Wagner gewidmet. Dazu gehört nicht
nur der Text, sondern es wurden auch einige seiner Kompositionen im Stück verarbeitet,
auf die der Meister persönlich Stolz wäre. Fotographien seiner Statuen dürfen da
natürlich nicht im Booklet fehlen. Und als ob sie sich damit längst noch nicht zufrieden
geben könnten, kommt als Bonus noch eine Coverversion von AC/DCs For Those
About To Rock zum Tragen. Selbstverständlich gibt es hier wieder eine
Überraschung, denn als Sänger stellte sich hier Gorgoroth, der Sänger BALTAKs,
zur Verfügung. Ein Album, das von vorne bis hinten durchdacht und sehr tiefsinnig ist.
Hier wurde wirklich nichts dem Zufall überlassen. In diesem Sinne gibt es eine glasklare
Kaufempfehlung meinerseits, denn diese Scheibe MUSS man einfach gehört haben. Alle Daumen
und Füße hoch für dieses Meisterstück.
Achim Hentschel 9,5
von 10 Punkten
www.metal-inside.de
zur CD "Never Ending Battles" vom November 2004
Die erfahrenen Metaller klöppelten vor der Wende als
Titan durch die Nachbarrepublik, machten dann erste Gehversuche im härteren
Metal-Bereich - und die waren wohl eher durchwachsen. Spätestens die
wagnerianisch-geprägte Saxot-Scheibe von 2001 ließ Besserung erkennen. Das
aktuelle Werk mußte label-technisch den langen Weg über "Down Under" nehmen,
was sich aber gelohnt hat. Die sächsischen Soldaten hören sich an, als hätten sie mehr
als einmal mit Quorthon (RIP) gefrühstückt. SAXORIOIR machen Papan-Metal mit
rein-metallischen und klassischen Einflüssen darum widmen sie mit dem
zehnminütigen Der Meister auch dem Herren Richard Wagner mal wieder eine
kleine Ode. Neben allen epischen Ausbrüchen, die sich konsequent durch das gesamte Album
ziehen, beliefert die Band auch Anhänger anderer, artvewandter Genres: Da knüppelts mal
blast-beatig, da rifft es mal old-school-metallisch, da double-basst es doppelt, da
kreischt es blacky-mäßig für jeden etwas. Gemeinsam haben aber alle Songs eine
erhabene Atmosphäre, die jedem Bathory-Fan in Verzückung versetzen dürfte. Natürlich
stehen die Germanen dem Urvater aus Schweden in Sachen Genialität einigermaßen nach, das
macht aber nichts, sie haben ein wirklich tolles Album hingelegt. Und trotz SFU geht einen
auch das ziemlich gelungene AC/DC-Cover For Those About To Rock (das BALTAKs
Gorgoroth singt allerdings nichts so fies wie in einer eigenen Band) nicht auf den
Sack. Prima. (memme)
The Metal Observer
vom 7.August 2004 CD "Never Ending Battles"
Von
Battlegod Productions aus dem fernen Australien haben uns bisher ja mehr Hassbatzen
erreicht als etwas wirklich mit mir Kompatibles. Das führt nun beinahe automatisch zur
Frage, wie es nun eigentlich kommt, dass ich SAXORIORs aktuelles Album Never Ending
Battles bespreche, aber aus irgendeinem Grunde hatte ich von Beginn an das Gefühl,
dass dies etwas für mich sein könnte.
Nun stellt
sich die Frage, wie eine Band aus dem deutschen Osten an ein Label in Australien kommt.
Darauf habe ich leider auch keine Antwort, aber hier handelt es sich um das vierte
komplette Album der Mannen und etwas Besonderes ist es absolut geworden. Zum einen handelt
es sich um eine Art Konzeptalbum um das Sachsen zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges,
des weiteren haben wir es mit einem sehr interessanten Bonus-Track zu tun und überhaupt
ist Never Ending Battles auch musikalisch ein sehr interessantes Album
geworden, das ich mit Pagan Metal wohl am Besten beschreiben könnte.
Disaster
Is Coming ist ein Intro, allerdings angenehm anders klingend als der übliche
Bombast, sondern vielmehr ein episches Instrumental mit Keyboards, das mich irgendwie ein
bisschen an FALKENBACH erinnert, bevor Never Ending War dann das Album
richtig auf den Hörer loslässt, melodiös, heavy, mit ein paar Keyboards und
einer reichlich harschen Stimme, guter Beginn, der mit Expiation gleich
stilgerecht weiterverfolgt wird, mal mit ordentlichen Double-Bass, dann wieder etwas
zurückgenommener Härte.
Reasons
Of War ist dann höchst interessant, mit Heavy Metal-Riffing und gedoppelter
harscher Stimme, Keyboards, teils eingesetzt wie Hörner, ein paar kräftigen Double-Bass
und erstmals auch etwas gesprochenen Vocals, sehr starker Track! Dass man nicht nur aufs
Gaspedal latscht wird sehr gut von Father gezeigt, langsamer, weniger hart und
auch melodiöser, eine gute Abwechslung zu den zumeist sehr kraftvollen Songs drumherum,
aber das war noch nicht alles, denn die folgenden beiden letzten Tracks haben es noch mal
mehr als nur in sich.
Dem
Meister mit seinen mehr als zehn Minuten ist Richard Wagner gewidmet, mit deutschen
Vocals und in den Keyboard-Melodien auch mit Wagner-Elementen, der ultimative Pagan
Metal-Tribut an den großen Komponisten, der später auch bis in Blastbeat-Gefilde
vorstößt, aber stets sehr melodiös und episch bleibt! Und dann kommt For Those
About To Rock, der AC/DC-Klassiker mit BALTAKs Gorgoroth am Mikrofon, dessen Vocals
angenehmerweise nicht so harsch sind, wie befürchtet, die Version ist aber absoluter
Kult, mit wesentlich fetteren Gitarren, steht beinahe auf einer Stufe mit SIX FEET UNDERs
Cover von TNT!
Mein
ursprüngliches Gefühl, dass SAXORIOR, obwohl über Battlegod Productions herauskommend,
etwas für mich sein könnten, hat sich absolut bestätigt, denn auch wenn die Stimme
ordentlich krächzt, trägt die Musik eine Erhabenheit in sich, ausgedrückt durch Kraft,
Melodien und teils auch Epik, nicht wild drauflos stürmend, sondern überlegt, mit
Abwechslung agierend, so dass Never Ending Battles nie langweilig wird oder
sich stumpf wiederholt.
Wenn ihr
Pagan Metal zu euren Favoriten zählt und mit Epik und Melodien keine Probleme habt, dann
solltet ihr SAXORIOR unbedingt eine Chance geben und mit Dem Meister und
natürlich For Those About To Rock haben die Jungs aus Sachsen noch zwei mehr
als bemerkenswerte Titel am Start, die das Album zu einer Kaufempfehlung werden lassen.
(Online 7.
August 2004)
Powerrocker vom August 2004 CD
"Never Ending Battles"
SAXORIOR - Never Ending Battles (2004)
... diese Band stammt aus Pirna (Sächsische Schweiz). Mit ihrem
genial gespieltem Black/Death-Metal können mich diese Musiker überzeugen, dringend auch
mal ein Live-Konzert zu besuchen. Hier stimmt alles ... Bis auf den Punkt ausgefeilte
Arrangements der absoluten Spitzenklasse. Eine absolute Kaufempfehlung!!! Naja nach
mittlerweile 10 Jahren sollte hier auch mal ein richtig großer Plattendeal drin sein. Im
Moment gibts diese CD über das Label "Battlegod Produktion" zu kaufen oder ihr
schaut einfach mal auf die Seite der Band
Powermetal vom 30.10.2004 CD "Never Ending Battles
Seit Jahren dümpeln SAXORIOR nun schon im
deutschen Underground herum, doch bis auf eine kleine aber solide Fanbasis haben die
Sachsen in ihrer bisherigen Laufbahn nie viel erreichen können. Das lag zumeist daran,
dass ihre bisherigen Releases zwar einige gute Songs enthielten, aber über die gesamte
Distanz oft nicht die Kondition hatten, um den zunächst guten Eindruck über die
Ziellinie zu retten.
Vielleicht kann die neue Platte "Never Ending Battles" da Abhilfe schaffen,
wissen doch die meisten der insgesamt zehn Tracks mit guten, wenn auch stellenweise nicht
besonders originellen Ideen zu gefallen. Sieht man nämlich mal von den streckenweise arg
störend wirkenden Keyboardpassagen ab, lassen SAXORIOR es hier ordentlich krachen und
scheuen dabei auch nicht vor dem Gebrauch einiger traditioneller Heavyriffs zurück, die
einem speziell bei 'Pain' so richtig den Hintern versohlen. Auch das ziemlich cool
sägende und fast schon rockige 'Reasons Of War' zeigt die Band von einer ziemlich harten
Seite, geht aber gerade deswegen auch extrem gut rein.
Der Großteil der vertretenen Kompositionen kommt dabei im Midtempo daher, was den neuen
Songs aber im Endeffekt sehr zugute kommt, da sich die Melodien so noch besser entfalten
können und insbesondere aus 'Blade Of Revenge' und 'Father' erstklassige
Melodic-Black-Werke machen. Im Gegensatz dazu sind die beiden eröffenenden Stücke 'Never
Ending War' und 'Expiation' weniger gut gelungen, fehlen doch hier die zündenden Ideen,
so dass der Einstieg zu "Never Ending Battles" erstmal gar nicht so einfach ist.
Doch spätestens bei 'Dem Meister', dem bandeigenen heroischen Tribut an Richard Wagner,
sind solche Ausfälle dann vergessen, haben SAXORIOR doch hier einen erstklassigen Mix aus
klassischen Sounds und Black Metal zusammengeschustert, den man vielleicht sogar als den
besten Song der gesamten Bandgeschichte betrachten darf. Und wenn dann das coole
AC/DC-Cover 'For Those About To Rock' (mit Gastvocals von BALTAK's Gorgoroth) ertönt,
dann haben SAXORIOR sowieso gewonnen.
Fazit: Eine wiederum ordentliche Scheibe, bei der sich die Anzahl der durchschnittlichen
Kompositionen erheblich verringert hat. Sollte die Entwicklung der Sachsen in Zukunft
weiterhin so positiv verlaufen, dann könnte man schon sehr bald dem Underground
entspringen, was nach so langer Zeit ja auch endlich mal angebracht wäre.
Anspieltipps: Pain, Father, Dem Meister, For Those About To Rock
Björn Backes [30.10.2004]
Metalnews vom 22.November
CD "Never Ending Battles"
Never Ending Battles ist das sechste Studiowerk der
Sächsischen Krieger Saxorior. Diese Undergroundlegende, aktiv seit
1994, konnte bereits durch Auftritte mit Enslaved oder Taake von sich reden
machen. Die neue Platte ist ein Konzeptwerk über den Dreißigjährigen Krieg. Textlich
wurde das umgesetzt in der Schilderung prägnanter Schlachten, erzählt aus der
Perspektive der sächsischen Bevölkerung, die im Jahre 1639 vergeblich auf die Hilfe der
kaiserlichen Truppen wartet, nachdem der Retter des Deutschen Reiches, Herzog
Wallenstein, bereits lange gefallen ist. Es geht um Kriegsgreuel und persönliche Rache.
Ein interessantes Thema, bislang oft vernachlässigt im Metalbereich.
Der Stil der Band ist schwer einzuordnen, er ist angesiedelt zwischen Melodic Death und
Paganmetal. Man muß sagen, Never Ending Battles kommt erst beim zweiten
Hördurchlauf richtig zur Geltung, obwohl das Album relativ simpel gestrickt ist. Die
Anspieltips sind definitiv der Titelsong, Blade Of Revenge und Dem
Meister. Bei letzterem Stück handelt es sich um eine Ode an Richard Wagner,
dem kompositorischen Großmeister und Vordenker der deutschen Kultur. Interessant daran
ist, dass der Song mit instrumentellen Versatzstücken aus Epen wie Das Rheingold
Waldweben, dem Walkürenritt und Die Meistersinger Von
Nürnberg gespickt ist, was dem Klassikfreund das Herz aufgehen lässt! Wenn auch
die gesangliche und harmonische Umsetzung etwas kitschig und Manowar-like gehalten
ist...naja, für Fans des Theatralischen. Ansonsten ist die Scheibe musikalisch doch etwas
eindimensional. Konstantes Riffing und monotoner Gesang ziehen sich kontinuierlich durch
die neun Songs.
Die folkigen Parts bei The Old Spruce In The Wolfsschlucht sind zwar schön,
doch nicht wirklich originell. Ebenso hätte man auf die unnötige Coverversion For
Those About To Rock (ja, tatsächlich australisches Blut!) verzichten sollen. Nette
Scheibe, aber doch sicherlich ausbaufähig!
( AirRaids 22.11.2004)
Metalnews vom 15.November 2003 LP
"Von Rache und Schmerz"
Saxorior, welche das Metalgenre schon seit 1994 zu vertreten
wissen, schmettern uns mit Von Rache Und Schmerz ihr viertes full-lenght Album
vor die Füße. Der Nachfolger des 2001 erschienenen Albums Saxot ist ein Mix
aus Black&Death, welcher mitunter in kurzweilige groovige old-school-Parts
gleitet und bei denen das Keyboard, welches meist dezent aus dem Hintergrund klingt, auf
keinen Fall fehlen sollte. Die auf 500 Stück limitierte Platte, im Schmucken
Gateford-Cover gefertigt, beinhaltet auf Seite A teils neue, teil alte, überarbeitete
Songs, sowie das vom Baltak-Mitglied Gorgoroth eingesungene AC/DC-Cover
For Those About To Rock (we salute you).
Zuerst fällt mir der gut verständliche Text, welcher durch abwechselnden Gesang, von
einerseits hell-schreiender, andererseits tief-grimmiger Stimme wiedergegeben wird, auf.
Die Drums bewegen sich meist im mid-tempo oder lassen schnelle, kurze Doppelfuß-Parts
blicken. Der zweite Song Rache beinhaltet ein kurzes, in den Vordergrund
tretendes Melodiespiel, welches für meinen Geschmack etwas länger sein könnte. Einige
Riffs werden durch den Gesang wesentlich übertönt, sodass man manchmal nur einen
Schleier der dargebotenen Fidel-Kunst zu hören bekommt. Das Keyboard erzeugt
öfters eine umschleiernde, seichte Stimmung, die ins mystische wandert und dem ganzen das
Sahnehäubchen aufsetzt. Bei August The Strong, welches schon vom Namen her
auf die epische Inspiration schießen lässt, zeigt sich eine immer wiederkehrende Abfolge
von Drum -und Gitarrenparts, die, nach meinem Ermessen, zu oft wiederholt werden und
demzufolge schnell eintönig wirken. Im zweiten Teil dieses Songs wird es allerdings noch
einmal ausgefeilter, sodass mich gegen Ende das hervorragende Melodiespiel zu begeistern
weiß, was alsbald durch die wiederkehrende humpa-humpa- Passage wieder
getrübt wird. Das AC/DC-Cover bringt dann noch mal etwas Schwung in die Bude und kommt
durch den letzten Teil, in dem abermals der Klangcharakter der Gitarre unter Beweis
gestellt wird, ganz gut rüber. Seite B beinhaltet Live-Aufnahmen des Jahres 2002. Die
Aufnahmen sind, für die Verhältnisse, die ich sonst von Live-Aufnahmen gewohnt bin,
richtig geil. Vor allem der im letzteren Teil eintretende ruhige Part des Songs
Siegfried hat mir zugesagt. Davon hätte man wirklich mehr bringen können.
Alles in allem ist Von Rache Und Schmerz keinesfalls schlecht, doch trägt es
zu wenig Besonderheiten in sich und ist des Öfteren zu gleichmäßig, wodurch es schnell
langweilt, sodass dieses Album wohl kein Dauerbrenner in meiner Anlage werden wird.
Legacy zur CD "SAXOT"
Ausgabe Nr.18 von 2002
Die fünf Mannen von SAXORIOR bewegen sich schon seit 1994 durch
den deutschen Underground, haben bislang zwei komplette Alben und eine MCD produziert und
legen mit "Saxot" nun ihre dritte volle Scheibe vor. Produziert wurde das Teil
im "hauseigenen" Polygamstudio zu Pirna, was sich eindeutig sehr positiv auf den
Sound des Albums ausgewirkt hat. Textlich geht es einmal mehr um die Zeitenwende, um alte
Schlachten und Helden. Auch die Nibelungensage wird in einem Lied verarbeitet, bei dem
auch die Wagner-Oper "Siegfried" zumindest im Intro anklingt. Musikalisch hat
sich bei SAXORIOR nicht viel geändert: immer noch bestimmen stolze Rhythmen und starke
Melodien die Songs der Sachsen. Dabei setzen die Fünf auf bodenständige und
nachvollziehbare Strukturen: Doppelbaß und Gehacke wechseln sich ab, so daß es dem
Hörer leicht fällt, sich in die Kompositionen hineinzudenken. Gefrickel ist nicht das
Ding der Pirnaer, aber das erwartet wohl auch niemand. So verstreichen die 45 Minuten wie
im Fluge. Allerdings ist es schwer, sich bei diesem gleichbleibend soliden und niemals
extravaganten Level der Musik Einzelheiten zu merken. Es sind keine wirklichen Höhepunkte
auf der Platte zu hören. Die Arrangements wirken eben alle wie aus einem Guß, und das
hat immerhin auch einen Wiedererkennungswert. Umwerfend Neues bieten SAXORIOR mit
"Saxot" nicht. Hervorheben möchte ich aber die Coverversion 'Tubular Bells' von
Mike Oldfield, die mich wirklich überrascht hat. Metallisch passend umgesetzt, erkennt
man doch gerade an dem Unterschied der Kompositionen, woran es den Sachsen leider immer
noch mangelt: an einem wirklichen Überflieger. Schade! Ein Riff wie das in ´Fire Of
Retaliation´ ist ohne Frage geil, aber leider läßt sich daraus allein eben kein
Hammersong machen. Für Freunde des thrashigen Black/Death Metal aber durchaus zu
empfehlen!
Rock Hard zur CD Saxot" Ausgabe 05/2002
Eigentlich hatte ich die Herrschaften aus Sachsen als furchtbare
Kapelle in Erinnerung, so dass ich nach dem Einlegen von Saxot" in den
CD-Schacht prophylaktisch in Deckung ging. Aber die Sorge, dass meine Ohren voller Ekel
den Generalstreik ausrufen, erwies sich als unbegründet. SAXORIOR haben `ne Menge gelernt
sowohl spielerisch als auch songschreiberisch. Natürlich kann man Musikern, die
vor 15 Jahren bereits in einer drittklassigen DDR-Metalband rumpelten, nicht unbedingt
abnehmen, dass sie anno 2001 eine Mischung aus düsterem Keyboard-Metal, Cradle Of
Filth-Anleihen sowie Todesstahl nur deshalb hacken, weil es ihnen ernst damit ist. Aber
wer ist in diesem Geschäft schon ehrlich? Die Songs jedenfalls finde ich größtenteils
gelungen. Sie sind packend, weisen genügend Spannungsmomente auf und dürften vor allem
live vorzüglich funktionieren. Die Produktion hingegen finde ich zu dünn und verwaschen,
und die ellenlange Ode an Siegfried aus der Nibelungensaga hätte man sich auch schenken
können. Schließlich gibt es genug Vollidioten, die mit diesem ausgeleierten Thema meinen
Stuhl ins Exil treiben.
Wolf-Rüdiger Mühlmann
Ablaze zur CD Saxot" Nummer 40/02
Bereits das fünfte Output (Demo und MCD mitgerechnet) können
die Pirnaer Burschen mittlerweile verbuchen, die euch vielleicht durch zahlreiche
Auftritte und auch vom ABLAZE-Sampler aus Ausgabe #30 bekannt vorkommen dürfte. Der Name
erinnert mich zwar stark an eine True-Metal-Band, damit haben sie aber so gut wie gar
nichts zu tun. Im Gegenteil, denn es werden derbe Death/Black-Metal-Geschütze
aufgefahren, die mit sehr präzisen und wuchtigen Drums vorgetragen werden. Die Gitarren
haben interessante und passende Riffs auf Lager und verschmelzen zusammen mit den anderen
Instrumenten zu einer starken Einheit. Ein Keyboard bringt oft stimmungsvolle Passagen,
die den Tracks eine feine Note verleihen und kaum etwas von der Härte einbüßen.
Saxot" gefällt mir wesentlich besser, als der Vorgänger Portent Of
Eternity", denn alle Songs sind hier stimmiger und durchwachsener. Die Produktion ist
ebenfalls deftig und nicht zu klar, so dass hier auch die richtige Stimmung aufkommen
kann. Wer also Death/Black Metal mag und nicht immer volles Gemetzel braucht ist bei
SAXORIOR genau richtig.
Rebecca Böhning
www.mordor-magazin.de von
2002 zur CD "SAXOT" 10 von
10 Punkten
SAXORIOR ist eine Deutsche Band und müsste
eigentlich in aller Munde sein. Ihr habt den Namen auch noch nie gehört? So ging es mir
auch! Wer hätte gedacht das SAXOT das bislang vierte reguläre Album der Band darstellt.
SAXOT ist das Produkt von 8 Jahren Bandgeschichte. Musikalisch wird rauer Black Metal
geboten, welcher mit coolen Wechseln zwischen Melodieparts und hammerharten Riffs daher
kommt. Zweistimmige Gitarrenpassagen gehören genau so zum SAXORIOR Sound wie groovige
Death Metal Riffs.
So kommt es das die Musik recht Abwechslungsreich wirkt und einen eigenen Charakter mit
sich bringt, der es schier unmöglich macht die Band mit einer anderen zu vergleichen.
Bei SAXORIOR kommt noch Keyboard zum Einsatz, welches der Musik in gewissen Passagen noch
mehr Melodie und Atmosphäre gibt. Man versteht es aber das Keyboard dezent einzusetzen
und damit Musikalische Höhepunkte zu setzen (z.B. beim Song VICIOUS CIRCLE). Wie oben
schon erwähnt kommen bei SAXORIOR nicht nur Black Metal Typische Elemente zum Einsatz. So
kommt es das sich der Song HIE NULLA PAX, in einem sehr totes metallischen Gewand zeigt.
Zum einen gibt es kaum Black Metal Typische Raffelriffs bei diesem Song. Hier kommen die
coolen Headbanger Riffs voll zum tragen. Zum anderen ist auch die Stimme des Sängers hier
meist etwas tiefer als sonst angesiedelt. So, nun haben wir auf nette Art und weise den
Bogen zum Gesang gemacht. Der grösste Teil der Vocals sind kreischen und hoch, so wie man
sich das gewohnt ist vom Black Metal. Mit den kleinen Unterschied das der Gesang hier
verdammt böse und hasserfüllt kling. Bei SAXORIOR gibt es aber eine viel Zahl von
weiteren Stimmen, dies gehen von tiefen Death Metal Vocals bis hin zu Cleanvocals, wobei
sich letztere sehr in grenzen halten. SAXORIOR liefern hier ein grossartiges Album ab, es
ist mir echt ein Rätsel warum diese Band nicht viel bekannter ist. Das absolute Highlight
der CD ist für mich der letzt Song auf dieser CD. Eine Coverversion von MIKE OLDFIELDS
TUBULAR BELL, wer würde sich schon an so was wagen! Es ist ein Hammer! Die Band kann
nicht nur Musikalisch voll überzeugen, auch Produktionstechnisch können sie mit den
besten mithalten. Auch für die Literaturfreunde unter euch gibt es was, den alle Texte
gibt es im mehrseitigen Booklet zu lesen! Wer die CD gern sein eigen nennen will, kann das
gute Teil unter
www.saxorior.de
bestellen.
Heavy zur CD Saxot" Ausgabe 03/02
Die schon recht lange in der Szene aktiven SAXORIOR stellen mit
Saxot" ihre neue Scheibe vor. Immer noch lässt sich ihr Stil grob mit Death
Metal beschreiben, was aber auch nicht exakt hinkommt. Vor allem die Vocals klingen recht
variabel und reichen deutlich über das standardisierte Genre-Grunzen hinaus. Es klingt
boshaft, kraftvoll und doch sauber. Sicher einer der großen Vorteile von SAXORIOR und im
Gegensatz zum letzten Longplayer hat man auch die Arrangements besser in Szene gesetzt.
Dadurch wirkt die Scheibe in ihrer Gesamtheit interessanter und abwechslungsreicher als
zuvor, was im Verbund mit einem guten Sound den Sprung aus dem Mittelmaß hin zu
gutklassigem Treiben garantiert. Es herrscht trotz ausgeprägter Keyboard-Begleitung eine
recht beklemmende Atmosphäre auf Saxot", welches zudem eine recht coole
Coverversion von MIKE OLDFIELD`s Tubular Bells"(!) zu bieten hat. Pagan
Metal-Fans können hier nichts falsch machen, Tracks wie Battle Of Wittekind",
Vicious Circle" oder auch Fire Of Retaliation" bieten blitzsauberen
Stoff. Man muss nicht immer ins Ausland schielen, um guten Extrem-Metal zu erhaschen.
Arno Hofmann
SAXORIOR
_ saxot
_ UpLoad: 1.4.2002 erschienen
bei www.metalius.de
Aus
der Asche der in der Ex-DDR recht bekannten Band Titan ist diese Combo
entstanden, deren Name komplett eigentlich Saxon Warrior heißt. 1 Demo, 1
Maxi, 3 komplette CDs sind das bisherige musikalische Vermächtnis. In punkto Konzerten
wurden bis her u.a. bei Iced Earth, Benediction und Ruthless die Einheizerrolle
übernommen. Daneben gibt es noch den einen oder anderen Samplerbeitrag zu erwähnen.
Soweit die kurze Vorstellung, der sich die musikalische Beurteilung anschließt. Im
großen und ganzen kann ich mit der bandeigenen musikalischen Definition, etwas
eigenständiges, leicht am Death Metal angelehnt, geschaffen zu haben, konform gehen,
würde aber noch die rohe Energie des Black Metal, ohne in wilde Raserei zu verfallen,
noch dazu addieren. Alle Titel kommen, unterstützt von einem sehr angenehmen, gut in
Szene gesetzten Keyboardteppich unterstützt, druckvoll aus den Boxen. Die Titel sind
teilweise sehr episch gehalten und lassen eine sehr deutliche Reife, mit der Tendenz zur
Perfektion, deutlich erkennen und somit auch die Ausnahmestellung die diese Band hat.
Damit komme ich zum großen plus dieser CD. Selten habe ich in letzter Zeit eine so
spontane, in keinem Moment gekünstelt wirkende, lebendige, innovative CD aus dem Bereich
Düster Metal gehört. Erhabene Hymnen wie Hic nulla pax, ein
rhythmisches Feuerwerk wie Fire of retaliation oder das perfekt in Szene
gesetzte Siegfried, der finale Titel Tubular bells, im Original
von Mike Oldfield, alles Beispiele für den sofortigen Kauf dieser CD. Diese Band ist
wichtig und gehört unterstützt!
Peter Bigalke
Eternity Magazin von 2002 Heft Nr.13
CD "Portent Of Eternity"
Die Musik von Saxorior zu
beschreiben ist gar nicht so einfach, lässt man sich dabei nicht so leicht in eine
Schublade schieben. Umschreibend könnte man jedoch behaupten, dass die Band sich
hauptsächlich im weit gefächerten Bereich des Death Metal aufhält, welcher zusätzlich
vom Black Metal oder auch in geringen Maßen vom Doom/Heavy/Gothic/Pagan Metal beeinflusst
wird. Dementsprechend abwechslungsreich ist auch ihr zweiter Longplayer gehalten, teils
technisch/aggressiv, teils eher athmosphärisch/bombastisch kann hier so ziemlich jeder
der 9 Tracks überzeugen. Herausheben möchte ich dabei Hagen von Tronje, wo
ein Auszug des Nibelungenliedes musikalisch sehr schön umgesetzt wurde oder The
Might Of Fire, dei dem sich die bei-den Gitarristen ein Gesangs- bzw. Kreischduett
liefern. Apropos Feuer: Live ist von den Sachsen außerdem eine interessante Bühnenshow
zu erwarten, inkl. Feuerspucken, brennender Keyboards & Co... Also nix wie hin!
(Review aus Eternity #13)
Legacy zur CD Portent Of Eternity" Ausgabe 03/99
Irgendwie scheint mittlerweile fast jede gute deutsche Band aus
dem Osten zu kommen, so auch die Dresdener SAXORIOR, die haben nämlich mit Portent
Of Eternity" ein Scheibchen auf den Markt gehauen, das man guten Gewissens in die
obere Qualitäts-Klasse einordnen kann. Geboten wird hier ein absolut gelungener Mix aus
Black- und Pagan Metal, der wohl den einen oder anderen zu ekstatischen Freudentänzchen
hinreißen dürfte. Aggressive Hochgeschwindigkeits-Parts werden unterbrochen von
getragenen Instrumental-Passagen mit leicht mittelalterlich anmutenden Klängen, und das
Keyboard macht genau das, was es auch soll, nämlich die Stimmung der Songs dezent
unterstreichen, anstatt den geneigten Hörer mit schleimigem Gedudel zuzukleistern.
SAXORIOR haben es gekonnt geschafft, ein Album vorzulegen, das eine derart epische,
mitreißende Atmosphäre erzeugt, dass man vor seinem inneren Auge schon die Krieger auf
das Schlachtfeld galoppieren sieht, um den glorreichen Kampf um Ehre und Freiheit
auszutragen. Ehre gemacht haben sich SAXORIOR mit Portent Of Eternity" allemal
und ich wage mal zu behaupten, dass man von dieser Band noch einiges hören wird. Der
Sound hätte zwar ruhig etwas fetter sein können, aber das tut der Sache auch keinen
Abbruch.
Diana Glöckner
SAXORIOR "Portent Of Eternity" 7
Punkte
erschienen bei www.interregnummusik.de
Eine sympathische Band aus Sachsen
sah ich vor einiger Zeit in einem Liveclub. Ihr Name: SAXORIOR. Ihre Musik: Metal der
gutartigen Sorte. Will heißen, treibende Gitarren mit Riffs, die es schwer machen, still
zu stehen.
Ihre Rhythmik läßt die Haare wie von Zauberhand wie
blöde auf und ab peitschen. Dabei unterscheidet sich die Musik nicht großartig von der
anderer Bands. Nur haben SAXORIOR eben das gewisse Etwas, den Drive, der die Musik
lebendig werden läßt. Dazu dezenter Keyboardeinsatz der unterstützend, nicht einlullend
wirkt. Die Gitarristen teilen sich den Gesang und wissen mit Old School-Soli der Marke
Achtziger-Jahre-Thrash aufzuwarten. Textlich geht es zum Beispiel um die Christianisierung
der Sachsen, welche sich am längsten wehrten und am Schluß dann doch überrannt wurden.
Leider können SAXORIOR die Power ihrer Liveshows nicht auf CD übertragen. Doch das
dürfte nicht die Schuld der Band sein, sondern das sicherlich nicht allzu hohe
Studiobudget. Dennoch macht das Teil Spaß.
"Hagen von Tronje"/"Einzug in
Walhalla"
THOMAS
Konzi Review: Hellowahn im Sudhaus- Seitenrisse und
andere Katastrophen
Veröffentlicht am Mittwoch, 21.November. @ 08:20:58 CET von
madrebel
Es ist Helloween , ein Feiertag für dunkle Wesen und böse
Gestalten. Also auch ein Grund für mich , sich in die Spur zu machen , um eine
metallische Metalparty unsicher zu machen......
schrieb "Silence du Mort"
Hellowahn im Sudhaus- Seitenrisse und andere
Katastrophen
Es ist Helloween , ein Feiertag für dunkle Wesen und böse
Gestalten.
Also auch ein Grund für mich , sich in die Spur zu machen , um eine metallische
Metalparty unsicher zu machen.
Heute begebe ich mich ins Sudhaus nach Neumarkt (Oberpfalz) , um dort den Klängen der
Bands Final Breath, Saxorior, der Name der dritten Band ist mir bis heute unbekannt, und
Carnage Inc.zu lauschen. Angekommen im Sudhaus fällt mir erst mal die liebevolle
Dekoration auf , hier wurde sich echt Mühe gegeben, überhaupt hat der ganze Club eine
tolle Atmosphäre. Der Club ist ein Steinkeller richtig geil eingerichtet , es lohnt sich
auf jeden Fall mal dort rein zu schauen.
Überhaupt ist das Sudhaus ein noch recht junger Metalclub, der sich über jeden Besucher
freut. Ich genieße noch eine Weile die Gastfreundschaft , bis es dann mit Carnage Inc.
endlich losgeht.........
So langsam sind die Leute entweder schon ziemlich abgefüllt , oder müde, denn die
Stimmung ist in einem kleinen Tief. Was eigentlich schade ist , denn die folgende Band
Saxorior sind ein Ding für sich.
Qualitativ spitze, sie schaffen es wirklich alle Stile , die der Metal zu bieten hat
äußerst geschickt einfließen zu lassen!!!!
Nicht nur diese , man konnte auch Rock a la Deep Purple raushören. Das alles in keltisch
mystischen Rahmen gebettet, geil. Leider haben zu wenig Leute die Einladung in diese
vielfältige Klangwelt angenommen.
Die Gitarren reichten von rifflastig über Gefrickel bis hin zu einer mächtigen
Blackdeathsoundwand. Ich war absolut beeindruckt.
Der Keyborder schaffte mit seinem Spiel eine mystisch romantische Stimmung zu erzeugen.
Auch fallen mir finnische Folksmusikeinflüsse auf. Diese Band ist so dermaßen
vielfältig , dass ich hier ehrlich Bedenken hab den Rahmen zu sprängen. Und ich hab auch
so meine Probleme mit meinen Worten der Vielfältigkeit dieser Band auch nur annähernd
gerecht werden.
Danke den Jungs , dass sie trotz dem verschlafenen Publikum ´nen Arsch abgespielt haben
und eine verdammt geile Show abgeliefert haben. Ich werd´ mal zusehen diese Band wieder
spielen zu sehen , denn das was sie da gezeigt haben hat wirklich mehr als gefallen. Jungs
gebt nicht auf!
SETLIST: 1.Roots of Time, 2. Misguided Promise, 3. Hagen von Tronje, 4. Battle of
Wittekind, 5. Hic nulla pax, 6. Eyes of Death , 7. Fire of Retaliation.
Besucht mal die Hompage und hört mal rein, lohnt sich .
www.SAXORIOR.de
Und wieder einmal sagen wir Lady "Silence de Mort" recht herzlich Dank für
diesen coolen Bericht !!!
www.soundbastard.de über
Under the Black Sun 2002
Nachdem die Brasilianer so ziemlich alles platt gemacht hatten
enterten Saxorior die Bühne. Eine Band, wie der Name schon vermuten läßt,
aus dem tiefsten Sachsen. Stilmäßig hat sich im Laufe der Zeit auch einiges getan
das Keyboard ist nicht mehr ganz so dominant wie früher. Trotz dessen war das, was sich
auf der Bühne tat nicht sonderlich weltbewegend. Sie spielten teils alte, und auch einige
neue Sachen. Zu den alten Sachen gehörte u. a. das doch ziemlich bekannte Hagen von
Tronje, bei dem die Leute doch mächtig abgingen. Aber schließen wurde auch
lautstark danach verlangt.
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